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Ritze Earth Band: Eine wahrlich gelungene Premiere

Von: Dirk Müller
Letzte Aktualisierung:
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Das große Ensemble „Ritze Earth Band“ mit „Final Virus“ transportierte den Namen des Workshops „Music is fun“ virtuos in die voll besetzten Reihen, und das Publikum ist von diesem imposanten „Kulturrucksack“ sehr begeistert. Foto: D. Müller

Stolberg. Die Ränge im Kulturzentrum Frankental waren nahezu vollständig besetzt, und das Publikum erlebte einen eindrucksvollen Abend. Mehr als 40 Musiker agierten engagiert auf der Bühne, begeisterten mit einem abwechslungsreichen Programm. Es war das Premierenkonzert der „Ritze Earth Band“, die mit dem Peter Sonntag Quartett gemeinsam musizierte.

Die „Final Virus“-Profis – Bassist Peter Sonntag, Markus Plum (Posaune, Trompete, Keyboard), Reno Schnell (Gitarre) und Max Sonntag (Schlagzeug) hatten im Rahmen des NRW-Förderprogramms „Kulturrucksack“ seit dem Sommer mit Schülern des Ritzefeld-Gymnasiums in dem Workshop „Music is fun“ gearbeitet, und was das daraus entstandene Ensemble präsentierte, konnte sich wahrlich hören lassen.

Fulminant begann die große „Ritze Earth Band“ mit dem „Mission impossible Theme“, intonierte bravourös „Ritze forever“, ein Stück, in dem ein Motiv aus der amerikanischen Bläserschule variiert wurde. Auch live von der Band „Final Virus“ unterstützt, zeigte der Nachwuchs sein Können: Ob bei einer Jazz-Improvisation, Joe Zawinuls „Birdland“ oder dem marschartigen Rhythm-and-Blues-Klassiker „Louie Louie“ – der opulente Big-Band-Sound wurde immer wieder von den Schülern mit ansprechenden Soli angereichert, und die Zuhörer spendeten reichlich Szenenapplaus.

Voller Gefühl transportierte die Formation die ganze Wärme der Ballade „Behind blue Eyes“ (The Who), bevor sieben Sängerinnen dem folgenden Liebeslied ihre Stimmen liehen, und die nun volle Besetzung der „Ritze Earth Band“ mit dem atmosphärischen „Epitaph“ von „King Crimson“ das Publikum in ihren Bann zog.

Anschließend brachte das Ensemble energiegeladen ein überraschendes Arrangement des Rap-Songs „Word up“ (Cameo) zu Gehör, das vom rhythmischen Klatschen des Auditoriums begleitet wurde.

Als Bandleader von „Final Virus“ und der „Ritze Earth Band“ erläuterte Peter Sonntag zwischen den Musikstücken einige pädagogische Aspekte des Projekts im Rahmen von „Kulturrucksack NRW“ und sparte nicht mit Lob.„Die würden wir glatt mit auf China-Tournee nehmen“, „wunderbar und äußerst professionell“ oder „dieser Abend könnte nicht so glücken, wenn wir nicht so viele tolle Musiker auf der Bühne hätten“, richtete Sonntag das Wort an „seine“ Nachwuchsmusiker vom Ritzefeld-Gymnasium. Das Publikum gab ihm Recht, forderte mit minutenlangen stehenden Ovationen Zugabe und beteiligte sich singend und klatschend an „Hey Jude“ der „Beatles“. Als der Wunsch nach weiteren Zugaben laut wurde, vertröste Sonntag auf „vielleicht im nächsten Jahr“, und die Gäste im Kulturzentrum bestätigten eindeutig, dass eine Fortführung des klangvollen Workshops wünschenswert sei.

Zu Recht, denn die „Ritze Earth Band“ mit Schülern, die zum ersten Mal musikalisch aktiv waren, in ihren Reihen überzeugte auf ganzer Linie, und das nach so kurzer Zusammenarbeit. Doch nicht nur die „Anfänger“ betraten Neuland: Die Profis musizierten erstmals mit Schülern, diese wiederum wurden nicht von Lehrern, sondern von Berufsmusikern „unterrichtet“. Und auch im Publikum, das aus vier Generationen bestand, traf mancher auf Musikrichtungen, mit denen er sich zuvor noch nicht befasst hatte und erweiterte damit gerne seinen kulturellen Horizont.

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