Stolberg - Richter schickt 29-jährigen Tatverdächtigen in Untersuchungshaft

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Richter schickt 29-jährigen Tatverdächtigen in Untersuchungshaft

Von: -jül-/ds
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mord ardennenstraße stolberg
In einer Wohnung des mittleren Wohnblocks wurde am Freitagabend der 52-Jährige entdeckt. Die Staatsanwalt ermittelt nun gegen einen 29-Jährigen wegen Totschlags. Foto: D: Kinkel-Schlachter Foto: Kinkel-Schlachter

Stolberg. In Untersuchungshaft sitzt nun der 29-jährige Tatverdächtige, der am Vortag noch von der Mordkommission stundenlang verhört wurde. Der Haftrichter folgte am Mittwoch den Argumenten der Staatsanwaltschaft, die Anklage wegen Totschlags erheben möchte.

„Der mutmaßliche Täter hat zumindest eingestanden, das Opfer körperlich attackiert zu haben”, erklärte Oberstaatsanwalt Robert Deller gegenüber unserer Zeitung. Der 29-Jährige war es auch, der am Freitag gegen 18 Uhr die Polizei gerufen hatte und auf den Toten in der Wohnung eines Mehrfamilienhauses an der Ardennenstraße aufmerksam gemacht hatte.

Bei der Untersuchung des Leichnams hatten Beamte und Rettungskräfte den richtigen Eindruck. Die veranlasste Obduktion ergab dann am Montag eine massive Gewalteinwirkung als Todesursache. „Mit brutaler Gewalt wurde auf das Opfer eingeschlagen und eingetreten”, erklärte der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft am Mittwoch. Die massiven Schläge gegen den Oberkörper des schmächtigen Opfers führten zu inneren Verletzungen, die todesursächlich waren.

Was die Polizei an dem Tatabend noch nicht wusste, ist der Umstand, dass das 52-jährige Opfer und der Tatverdächtige sich gut kannten. Die Ermittlungen der eingesetzte Mordkommission führten schnell auf die Spur des 29-jährigen Anrufers. Dieser wurde am Dienstag festgenommen.

Bei beiden handele es sich um aus Kasachstan stammende Deutsche, die im Alkoholikermilieu verkehrten. Beide sind der Polizei aus früheren Einsätzen bekannt. Beide gingen keiner Arbeit nach. Vor zwei Wochen nahm das Opfer den wohnungslosen 29-Jährigen bei sich auf.

Auch am Abend der Tat haben offensichtlich beide erheblich dem Alkohol zugesprochen. Das Trinkgelage muss sich aus Sicht der Staatsanwaltschaft zu einem Streit entwickelt haben, aus dem heraus der 29-Jährige das als ruhig und zurückhaltend beschriebene Opfer in einem Maße verprügelt haben soll, dass es tödliche Verletzungen erlitt. Ein näheres Motiv für die Tat haben die Vernehmungen noch nicht zu Tage fördern können; angesichts des alkoholisierten Zustandes dürfte es nach derzeitiger Einschätzung der Staatsanwaltschaft auch nicht einfach werden, die genaue Konfliktlage herauszufiltern.

Die Staatsanwaltschaft rechnet mit einer zügigen Anklageerhebung wegen Totschlags.
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