Stolberg - „Richarda von Gression“: Das Ende der Roman-Trilogie

„Richarda von Gression“: Das Ende der Roman-Trilogie

Von: Toni Dörflinger
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Romanautor Günter Krieger beschäftigt sich mit den historischen Schauplätzen der Region. Foto: T. Dörflinger

Stolberg. Günter Krieger hat seine ersten Lebensjahre auf Schloss Merode in der Gemeinde Langerwehe verbracht. Sein Vater Hermann war dort nämlich Kastellan. Offenbar hat das historische Ambiente den heute 49-jährigen Krankenpfleger nachhaltig geprägt. Denn in vielen seiner Romane spielen die historischen Schauplätze der hiesigen Region eine große Rolle. 1999 erschien mit „Teufelswerk“ sein erstes Werk.

Mehr als 20 weitere folgten in den Jahren danach. Jetzt hat Krieger sich auch dem Stolberger Raum zugewandt und sich mit seiner Romantrilogie um die sagenhafte Stadt Gression einem historischen Ort gewidmet, der gerne mit dem Kupferstädter Stadtteil Gressenich in Verbindung gebracht wird.

Vorgestellt wurde seine Reihe, die den Titel „Richarda von Gression“ trägt, im Torburgmuseum am Luciaweg. Dort las der Romanautor einige Kapitel aus seinen zwei bereits erschienenen Bänden, die er um eine Vorschau auf sein drittes Buch erweiterte, das im Juli die Reihe um die Richarda von Gression abschließt. Leider fand die spannend und aufschlussreich gestaltete Lesung nur eine geringe Resonanz. Die Besucher hörten von Krieger Geschichten, die sich um die angeblich untergegangene reiche Stadt Gression drehen und bis heute die Fantasie der Menschen anregen.

Dabei hat Krieger, um seinem Romanstoff mehr Gehalt und Format zu geben und eine packende Handlung herzustellen, sein Werk in einen historischen Kontext gebettet. Demnach weist er all den historischen Persönlichkeiten eine Rolle zu, die um das Jahr 1000 Geschichte und Werdegang der hiesigen Region geprägt haben.

Aber auch historische Schauplätze wie das Kloster Wenau, das Franzosenkreuz im Meroder Wald und die gallorömische Tempelanlage Varnenum bei Kornelimünster werden von Krieger in die Handlung um die charismatische Bauerntochter Richarda von Gression eingebettet, die um das Jahr 1000 in den Trümmern der untergegangenen Stadt ein neues, kleines Königreich gründet. Ein Königreich, das ein Paradies auf Erden werden soll, aber ebenso wie das antike Gression ein jähes Ende findet.

Diese Geschichte, hervorgerufen durch eine Schlacht am Omer­strom im Jahre 1007, schildert der Romanautor in seinem dritten Band. Schnell wurde dabei deutlich, dass Krieger sich beim Schreiben seiner Erzählungen auf einen reichen Fundus stützen kann, den er durch eigene lokalhistorische Recherchen erwarb.

Kurzweilig gestaltete der 49-Jährige seine Lesung dadurch, dass er immer wieder kurze Pausen machte, um den Besuchern Gelegenheit zu geben, eigene, historisch gefärbte Beiträge zu liefern. Schließlich regt der Romanstoff dazu an, sich beispielsweise mit der Gründung der Kirche St. Laurentius, der Klosterruine Schwarzenbroich und der Legende um die Heilige Ursula zu beschäftigen.

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