Reinigung wird unter die Lupe genommen

Von: Jürgen Lange
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Vorbereitungen laufen: Die Reinigung der städtischen Liegenschaften soll europaweit ausgeschrieben werden, um Kosten zu sparen. Foto: K. Linden

Stolberg. Stolberg steht zwar schon recht ordentlich da bei den Ausgaben für die Reinigung öffentlicher Gebäude, aber der Stadt bietet sich noch ein deutliches Einsparpotenzial. Das hat die Gemeindeprüfungsanstalt (GPA) jüngst testiert und empfohlen, die Leistungen neu und europaweit auszuschreiben.

Immerhin ist bei einem Jahresvolumen von über 700.000 Euro für Fremdreinigung die GPA davon überzeugt, mehr als zehn Prozent der Kosten vermeiden zu können. Mit diesem Anspruch begibt sich Stolberg auf ein gefährliches Terrain, wie die vor einem Jahrzehnt gemachten Erfahrungen belegen, als zwei Unternehmen im Spannungsfeld ihrer Kalkulationen, Leistungsanforderungen und Leistungsfähigkeit der Beschäftigten scheiterten.

Zunächst einmal lobt die GPA; dass die Reinigung durch städtische Kräfte in diesem Jahr ausläuft und rät außerdem, Hausmeister von Putzaufgaben zu entlasten, weil diese ihre teurer honorierte Qualifikation sinnvoller fachspezifisch einsetzen sollten. „Es ist zu erwarten, dass eine europaweite Neuausschreibung der Fremdreinigung sowie Reduzierungen bei der Eigenreinigung durch Hausmeister zu wirtschaftlicheren Ergebnissen führen”, erklären die Gutachter der GPA.

Doch bevor sich Stolberg aufmacht, die Reinigung seiner Immobilien neu auszuschreiben, soll sich die Stadt erst einmal einen Überblick darüber verschaffen, welchen Umfang Anforderungen und Leistungen zu erfüllen sind. Nicht nur weil der letzte Katalog für eine Ausschreibung aus dem Jahre 1998 stammt, sondern vor allem weil während der vergangenen Jahre an Schulen und Kindergärten umfangreiche Erweiterungsmaßnahmen erfolgt sind und weil vor dem Hintergrund zukünftig sinkender Zahlen von Kindern in städtischen Einrichtungen auch wieder mit ungenutzten Flächen zu rechnen ist.

Deshalb sollen alle erforderlichen Daten für die Reinigung einheitlich zusammengetragen, in einem digitalen Kataster eingestellt und kontinuierlich gepflegt werden, bevor regelmäßig alle fünf Jahre die Leistung europaweit ausgeschrieben werden soll.
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