Stolberg - Regelmäßige Vorsorge sollte ein Muss sein

Regelmäßige Vorsorge sollte ein Muss sein

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Gemeinsam mit seinem Kollegen Heise lädt Privatdozent Dr. Dr. Christoph Dietrich für Dienstag, 12. März, zur Infoveranstaltung im Café Essbar des Gesundheitszentrums in Stolberg ein.
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Empfiehlt regelmäßige Vorsorge und einen gesunden Lebenstil: Dr. Joachim W. Heise.

Stolberg. „Darmkrebs ist die zweithäufigste Tumorerkrankung nach Brustkrebs bei Frauen und Prostatakrebs bei Männern“, resümiert Privatdozent Dr. Dr. Christoph Dietrich. Jährlich sterben mehr als 26.000 Menschen an den Folgen von Darmkrebs.

Denn immer noch suchen zu viele Betroffene erst in einem fortgeschrittenen Stadium den Arzt auf. Das Tückische ist, dass die Beschwerden anfänglich eher gering und schleichend sind und die Betroffenen nicht ahnen, dass sie erkrankt sind.

„Frühzeitig erkannt, kann die Krebserkrankung in den meisten Fällen verhindert beziehungsweise geheilt werden“, betont der Chefarzt der Klinik für Inneren Medizin, der wie sein Kollege, Privatdozent Dr. Joachim W. Heise, zum Expertenteam der Gastro-Liga gehört. Die Gastro-Liga hat den März traditionell zum Darmkrebsmonat erklärt und will mit gezielter fachlicher Information die Bevölkerung aufklären. Dazu gehört auch ein Infoabend in der Cafeteria des Bethlehem Gesundheitszentrum, die am nächsten Dienstag ab 19 Uhr stattfinden wird und allen Interessierten offensteht.

Aus diesem Grund werden Vorträge für Laien wie auch Fachvorträge für Ärzte organisiert. Desweitern werden auch Fragen aus der Bevölkerung via Experten-Telefon beantwortet. Auch die gesetzlichen Krankenkassen setzen auf die Vorsorge und bieten darum ein umfangreiches Darmkrebsfrüherkennungsprogramm an. Frauen und Männer können derzeit ab ihrem 50. Geburtstag jährlich einen Stuhlbluttest (gFOBT) und mit dem Erreichen des 55. Lebensjahres eine Früherkennungsdarmspiegelung (Koloskopie) durchführen lassen. Die Koloskopie kann nach zehn Jahren einmal wiederholt werden. Alternativ zur Darmspiegelung bietet sich im Rhythmus von zwei Jahren auch ein Stuhlbluttest an.

Neuer Gesetzentwurf

„Mit einer Darmspiegelung kann der Darmkrebs nicht nur frühzeitigerkannt werden – sie bietet zudem die Möglichkeit, mögliche Darmpolypen zu entfernen, denn diese zunächst gutartigen Wucherungen können später zu Tumoren werden,“ erklärt Dietrich.

Dietrich und sein Kollege Heise, Chefarzt der Stolberger Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie ist, haben die Hoffnung, dass künftig mehr Menschen zur Vorsorge gehen werden: Ein neuer Gesetzentwurf der Bundesregierung sieht vor, dass in Zukunft jeder im vorsorgeberechtigten Alter persönlich zu einer Früherkennungsuntersuchung eingeladen wird.

Neben regelmäßiger Vorsorge trägt nach Aussage der beiden Experten auch ein gesunder Lebensstil zur Vorbeugung von Darmkrebs bei. Als präventive Maßnahmen empfehlen Dietrich und Heise auf das Gewicht, ausreichend Bewegung sowie eine ausgewogene Ernährung zu achten. Das biete eine solide Grundlage für eine gute Gesundheit.

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