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Rathausstraße: Jetzt ist die Fußgängerzone für Autos dicht

Von: Jürgen Lange
Letzte Aktualisierung:
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Die beiden noch am Blumenkübel lehnenden Poller versperren jetzt bereits die Durchfahrt durch die Fußgängerzone in Höhe der Einmündung der Sonnentalstraße. Neu gestaltet mit einem Plateau wird derzeit auch der Platz des Vogelsängers neben dem Rathaus. Foto: J. Lange
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Die beiden noch am Blumenkübel lehnenden Poller versperren jetzt bereits die Durchfahrt durch die Fußgängerzone in Höhe der Einmündung der Sonnentalstraße. Neu gestaltet mit einem Plateau wird derzeit auch der Platz des Vogelsängers neben dem Rathaus. Foto: J. Lange

Stolberg. Nicht weniger Autofahrer staunen an diesem Freitagmorgen. „Ich bin doch immer hier rum gefahren“, sagt ein Büsbacher, der auf einmal vor den Pollern in der Rathausstraße steht. Die beginnt an der Einmündung der Sonnentalstraße in den Steinweg.

Und zwischen dem Bistro und dem Frisör verhindern nun zwei Blumenkübel mit weißen Veilchen am Rand – Axel Breuer und Frank Krümmel haben die Patenschaft übernommen – und zwei Altstadt-Poller auf der Fahrbahn für Autos die Durchfahrt durch die Fußgängerzone zum Kaiserplatz.

Die Bürgerversammlungen zum Steinweg haben die große Koalition und Bürgermeister Ferdi Gatz­weiler sensibilisiert, zügig tätig zu werden – noch bevor in der Sitzung des Stadtrates voraussichtlich entsprechend der aktuellen Positionierung von Verwaltung sowie SPD und CDU die Entscheidung fallen wird, den unteren Steinweg als Fußgängerzone zu belassen und einer diskutierten Öffnung für den Verkehr eine Absage zu erteilen.

„Wir waren selbst erstaunt, wie zahlreich und mit welch hohen Geschwindigkeiten hier in der Fußgängerzone gefahren wird“, sagt Hans Maassen vor Ort. Intensiv haben er und weitere Mitarbeiter des Ordnungsamtes in den vergangenen Tagen die Situation in der Fußgängerzone beobachtet. Und eine ganze Reihe von Autos versucht es auch in diesen Minuten noch, kurz bevor Betriebsamtsleiter Georg Paulus persönlich die Poller in ihre Bodenhülsen steckt und somit die verbotene Strecke versiegelt, noch einmal durchzuhuschen. Aber Maassen und Marcel Poqué nehmen sich die Autofahrer noch einmal mit einer mahnenden Ansprache zur Brust – auch die Fahrzeugführer, die entgegen der Einbahnstraßen-Regelung von der Grüntal- und die Sonnentalstraße einbiegen und dort parken wollen. Es wird in der nächsten Zeit mit einem intensiven Kontrolldruck in dem Bereich rund um das Kaiserplatz-Quartier zu rechnen sein. „Wir wollen, dass hier die Möglichkeit besteht und auch genutzt wird, Außengastronomie zu entfalten“, betont der Bürgermeister.

Deshalb soll auch der Verkehr im Bereich von Kaiserplatz, Rathaus und Fußgängerzone weiterhin intensiv im Auge behalten werden, damit er die erhoffte positive Entwicklung nicht stört. Ordnungskräfte sollen Verkehrssündern und Falschparkern begegnen. Auch der Behörden interne Fahrzeugverkehr soll möglichst vom Haupteingang auf den hinteren Parkplatz des Rathauses verlagert werden.

Plateau am Vogelsänger

Neben dem Rathaus wird seit Freitag auch das Umfeld des Vogelsängers neu gestaltet. Schon vor einem halben Jahrzehnt hatte die frühere Technische Beigeordnete Simone Kaes-Torchiani angemahnt, den Platanen mehr Raum für ihr Wurzelwerk zu bieten und das Pflaster zu entfernen. Mittlerweile haben diese Lebensadern der Bäume die Steine so sehr verrückt, dass die Ecke seit Weihnachten zur Verkehrssicherung abgesperrt ist.

Jetzt wird das Pflaster unter den Platanen entfernt – mit Ausnahme des Bereiches zwischen Stadtplan, Vogelsänger und Rathaus. Entstehen wird unter den Bäumen eine gemütliche Ecke zum Verweilen. Mit breiten Kantensteinen wird die Ecke um gut 30 Zentimeter angehoben und der Innenraum mit einem wasserdurchlässigen Kalksplittgemisch aufgefüllt. Somit haben die Bäume mehr Lebensraum und auf den Kantsteinen kann man sich setzen. Rechtzeitig vor dem Osterfest sollen die Arbeiten einer Stolberger Firma Mitte nächster Woche abgeschlossen werden.

Neu gestaltet haben Mitarbeiter des Technischen Betriebsamtes auch den Grünstreifen neben der Sparkasse. Je ein Baum und ein Strauch prägen nun neben dem Parkscheinautomaten die beiden Beete, durch die in der Vergangenheit viele Fußgänger spaziert sind. Der Rest ist mit Holzspänen abgedeckt. Zwei Findlinge sollen noch für Schutz vor Autos sorgen.

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