Stolberg - Ran an die Pasta: Andrang beim Nudelbuffet

Ran an die Pasta: Andrang beim Nudelbuffet

Von: Heike Eisenmenger
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Schleckermäulchen unter sich: Der kleine Christopher und Peter Kaspers lassen es sich schmecken. Foto: Eisenmenger
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Bereits zum fünften Mal war Jannis Heidecker als Helfer beim Nudelbuffet auf dem Kaiserplatz dabei. „Das macht mit einfach Spaß“, erklärte der Neunjährige. Foto: H. Eisenmenger

Stolberg. Frische Kräuter, Knoblauch, Gemüse, Gebratenes: Ein köstlicher Duft weht ab Sonntagmittag vom Kaiserplatz her durch das Tal. Dass das Gelände vor dem alten Rathaus am Sonntag wieder zur öffentlichen Küche wurde, ist dem Einsatz von rund 100 Freiwilligen um Hans-Josef Siebertz zu verdanken.

Zum elften Mal in Folge stellte Stolbergs ehemaliger Bürgermeister mit Unterstützung hiesiger Vereine das Nudelbuffet auf die Beine. Das Deutsche Rote Kreuz hatte tags zuvor Zelte, Bänke, Tische und Küchengerätschaften, die speziell zur Beköstigung großer Menschenmengen ausgelegt sind, zum Kaiserplatz transportiert. Eine mobile und überdachte Showbühne für die auftretenden Künstler gab es auch. Und zudem selbstredend eine Theke, um den Durst der vielen Besucher zu stillen. Für die Leckermäulchen-Fraktion hatte das DRK zudem ein eigenes Kuchen-Zelt aufgebaut.

65 000 Euro sind durch den Verkauf von Nudelgerichten, Getränken, Kuchen und Obst bislang zusammengekommen. Das Geld kommt ausschließlich Stolberger Vereinen beziehungsweise deren karikativen Projekten zugute.

„Im Schnitt gehen an einem solchen Tag ungefähr 1000 Portionen raus. Umgerechnet brauchen wir dafür etwa eine halbe Tonne Lebensmittel“, resümierte der leidenschaftliche Hobbykoch Hans-Josef Siebertz. Damit Muslime mitfeiern können, wurde Rindergehacktes verwendet. Außerdem konnte jeder Besucher auch fleischlose Nudelgerichte wählen.

Gut gestärkt warteten Sylvia Nitsche und Andreas Dittrich darauf, dass es los geht. „Wir sind zum ersten Mal als Helfer des Sozialdienstes Katholischer Männer dabei und stehen auf Abruf bereit. Bei Bedarf geht es in die Spülküche“, erzählte die 49-Jährige gut gelaunt.

Warum sie bereitwillig ihre Freizeit für Menschen in Notlagen zur Verfügung stellen, ist eine Frage, die die beiden im ersten Moment erstaunte. Eben weil es so selbstverständlich für sie ist. „Ich bin Sozialarbeiter. Ich denke, mehr brauche ich da als Erklärung nicht zu sagen“, antwortet Dittrich. Der kleine Jannis Heidecker (9) hilft schon seit fünf Jahren auf dem Kaiserplatz mit. „Meine Aufgabe ist zu schauen, dass immer genügend Essen da ist. Das macht mir einfach Spaß.“

Hilfe zu leisten, kann zuweilen ganz einfach sein. Im konkreten Fall hilft man allein schon damit, ein Mittagsmahl auf dem Kaiserplatz einzunehmen. Die Resonanz zeigte, dass viele Stolberger diese Art, den Menschen in ihrer Stadt zu helfen, für unterstützenswert halten. Und selbst Petrus fand wohl, dass das Nudelbuffet eine gute Sache ist, und ließ ab Mittag an diesem ansonsten doch ziemlich verregten Wochenende immer wieder mal die Sonne zum Vorschein kommen .

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