Stolberg - Projekttag am Ritzefeld-Gymnasium: Zum Abschied winkt der Roboter

Projekttag am Ritzefeld-Gymnasium: Zum Abschied winkt der Roboter

Von: Milena Sous
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Vertauschte Rollen: Bei den Projekttagen der Sechstlässler am Ritzefeld-Gymnasium beschäftigten sich die Mädchen mit der Technik und die Jungen mit dem Kochen. Foto: Milena Sous

Stolberg. Frauen und Technik? Männer und Kochen? Da stimmt was nicht? Die Schüler des Ritzefeld-Gymnasiums haben in den vergangenen acht Tagen das Gegenteil bewiesen. In Zusammenarbeit mit der RWTH Aachen haben die Mädchen der 6. Klassen im Rahmen des Projekts „go4IT - Mein Roboter macht, was ich will” in kleinen Gruppen eigene Roboter aus Lego-Steinen gebaut und selbst programmiert.

Sie haben Namen wie „Susi”, „Herbert” oder „Wall-E” und können dank des erlernten technischen Geschicks der Mädchen Spiralen fahren, winken und kleine Lieder spielen. Sogar ein eigener „Tanz der Roboter” wurde einstudiert. Keinem der Mädchen sind die anfänglichen Berührungsängste mit Informatik und Technik anzumerken. Bei der abschließenden Präsentation vor den Mitschülern, Lehrern und Eltern erklären alle stolz die verschiedenen Funktionen ihrer Roboter.

Aber auch bei den Betreuern herrscht große Begeisterung über das Projekt, wie Jan Kritzner betont. Er hat Informatik und Elektrotechnik studiert und arbeitet jetzt an der RWTH. Schon dreimal hat er die Sechstklässlerinnen des Gymnasiums bei der Arbeit mit den Robotern unterstützt. Paula Etschenberg, selbst Lehrerin, war auch mit im Team der Projektleiter: „Die Kunst ist, die drögen Programme vom Computer auf die Roboter zu übertragen. Es macht einfach Spaß, wenn man sieht, dass es klappt.” Obwohl die Lieblingsfächer der meisten Mädchen eher Kunst oder Sport sind, wollen manche nach dem Workshop sogar am geplanten „Fortgeschrittenen-Kurs” der RWTH teilnehmen.

Natürlich kamen auch die Jungs während der Projekttage nicht zu kurz. Unter dem Motto „Kochen ist cool - Wissen ist easy” versuchten sich die Schüler in der Küche des Helene-Weber-Hauses am Herd. Angeleitet wurden sie von Petra Hallmann, die schon oft mit Kindern und Jugendlichen gekocht hat: „Der Kurs wurde von allen Jungs gut angenommen. Einige haben hier sogar schon mal früher erste Erfahrungen im Kochen gesammelt.” Die Ergebnisse sprachen für sich. Ob Frikadellen oder Kartoffelplätzchen: Beim gemeinsamen Essen hat es den Jungen sichtlich geschmeckt.

Anfangs hätten die meisten der Sechstklässler sicher gerne miteinander getauscht, doch am Ende waren alle zufrieden, wie die elf Jahre alte Sarah erklärt: „Als wir erst mal mit den Robotern gearbeitet haben, hat es einfach nur noch Spaß gemacht.”
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