Priester Hans Rolf Funken feiert silbernes Jubiläum

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Appell beim silbernen Priesterjubiläum: „Nur wenn viele Leute mitmachen, kann die neue Großgemeinde zusammenwachsen.” Foto: W. Weber

Stolberg. So richtig voll mit Kirchgängern ist die Kirche St. Lucia normalerweise höchstens an Heiligabend. Doch zum Festhochamt von Pastor Hans Rolf Funken, das er zu seinem 25. Priesterjubiläum feierte, waren alle Plätze belegt.

Zahlreiche Gläubige bekamen keinen Sitzplatz mehr, sondern folgten dem Gottesdienst im hinteren Bereich der Pfarrkirche stehend. Die Schar der Menschen zeigte, wie sehr der engagierte und kantige Kirchenmann in Stolberg beliebt ist.

Auch beim anschließenden Empfang im Burghaus war kaum ein Durchkommen. Ohne lange zu überlegen hatte sich die Karnevalsgesellschaft „Fidele Zunfthäre” entschlossen ihre „gute Stube” dem Pfarrer zur Verfügung zu stellen. Und auch die Pfadfinder, die Lieblingstruppe des emsigen Pastors, hatte mit flinken Händen und flinken Füssen Zelte aufgebaut, damit keiner nass wird falls es regnen sollte. Die Schar der Gratulanten nahm schier kein Ende.

Politiker, Pfadfinder, gläubige Katholiken, persönliche Freunde und Weggefährten standen geduldig Schlange, um dem sichtlich ergriffenen Gottesmann ihre Aufwartung zu machen. Aus Dülken (Kreis Viersen) reisten Pfadfinder an, um ihrem ehemaligen Kaplan gratulieren. „Die Verbindung ist nie abgebrochen, der Hans Rolf hat meine Frau und mich getraut und unsere beiden Kinder getauft”, gab einer von ihnen begeistert zu.

Beim Festhochamt in der Kirche standen an Funkens Seite fünf Priester, mit denen er vor 25 Jahren gemeinsam durch Bischof Klaus Hemmerle geweiht wurde: Heiner Schmitz, Dr. Ernst Coester, Jürgen Heinen, Johannes Ruhrmann und Georg Lauscher. Diese fünf Priester arbeiten in unterschiedlichen Funktionen. „Er ist der einzige normale Pastor bei uns”, klärte Heiner Schmitz schmunzelnd auf.

Über 80 Sänger stimmten als Chor unter der musikalischen Leitung von Jo Schulte, Josef Voussen und René Rolle Gesängen an. René Rolle saß dabei an der Orgel und begeisterte nicht nur Pastor Funken mit seinem Spiel. Den Klang der Orgel nahm der Jubilar als Anlass zu einem Spendenaufruf für die neue Orgel in St. Mariä Himmelfahrt. „Stolberg Nord braucht eine schöne Orgel”, titelte Funken.

Mit „Stolberg Nord” sprach er die Entscheidung des Bistums über die Zusammenlegung der Pfarrgemeinden an. In der neuen Pfarre werden die sieben Stolberger Gemeinden St. Mariä Himmelfahrt, St. Lucia, Münsterbusch, Velau, Atsch und Donnerberg zusammengelegt. Die Oberpfarre wird St. Lucia sein, aber St. Mariä Himmelfahrt wird als Pfarrkirche im Mittelpunkt des geistlichen Lebens stehen. Vor dieser Mammutaufgabe beschwor Funken die Gemeindemitglieder: „Das geht nur, wenn viele Leute mitmachen”.

Auch in der Vorbereitung des Festhochamtes haben viele Leute mitgeholfen. „Aber ich nenn keinen Namen - sonst vergeß ich einen und der ist dann knatschig”, dankte Funken in seiner ihm typischen Art.

Heiner Schmitz, mittlerweile als Domkapitular Personalchef des Bistums Aachen, schloss mit einer kurzen Rede den Gottesdienst: „Wir waren ein bunter Club der vor 25 Jahren von Bischof Hemmerle zum Priester geweiht wurde. Heute konnten wir sehen, dass Hans Rolf Funken mit ganzem Herzen in ihrer Mitte lebt. Diesen Pastor haben Sie verdient”. Nicht nur bei Hans Rolf Funken war die Ergriffenheit zu spüren wie zu sehen. Auch bei zahlreichen Besuchern wurden die Augen feucht. Mit lang anhaltendem Applaus zollten sie ihrem Pastor Funken Dank und Respekt.
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