Stolberg - Premieren, Abschied und ein Angebot

Premieren, Abschied und ein Angebot

Von: Dirk Müller
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Das große Finale des Gemeinsc
Das große Finale des Gemeinschaftskonzerts gestalten die Kupferstädter Männerchöre traditionell gemeinsam. Dirigiert von Gerda Fiedler und am Klavier von Elke Hoffmann-Kittel begleitet erklingt am Freitag, 30. November, das „Lied der Freundschaft” am Ende der hochklassigen Veranstaltung in der Stolberger Stadthalle. Foto: D. Müller

Stolberg. Seit 1956 gehört das Gemeinschaftskonzert der Männerchöre zu den musikalischen Höhepunkten im Kupferstädter Kulturjahr, und die Tradition der hochklassigen Veranstaltung wird auch in diesem Jahr fortgeführt.

Allerdings mit einigen Neuerungen. „Nichts ist so gut, dass man es nicht besser machen kann”, sagt Karl-Heinz Theis, der im Auftrag des Männergesang-Vereins der Siedlergemeinschaft Donnerberg zum zweiten Mal für die musikalische Organisation verantwortlich ist. So habe man zum Beispiel mit der geänderten Anfangszeit dem Wunsch des Publikums Rechnung getragen.

„Die Stadthalle öffnet jetzt schon um 18 Uhr die Pforten und das Konzert beginnt um 19 Uhr, also eine Stunde früher als bisher.” Und „Stadthalle” sei das Stichwort für andere erfreuliche Neuerung, schwärmt Theis: „Der Saal und das Foyer sind umgestaltet und toll renoviert. Mit den neuen kristallenen Kronleuchtern kommt echte Ballsaalatmosphäre auf.” Das Publikum erlebe das Gemeinschaftskonzert nun nicht mehr in einer Halle sondern quasi im „Stolberger Opernhaus”.

Die neuen Möglichkeiten bedeuten für Karl-Heinz Theis aber auch neue Herausforderungen: Die Kronleuchter sind dimmbar, also hat er akribisch einen zeitlichen Ablaufplan des Konzerts erstellt, der mit einem eigens erarbeiteten Beleuchtungsplan korrespondiert. „Es ist generell ein großer Aufwand, sich in die Organisation des Gemeinschaftskonzerts einzuarbeiten”, sagt Theis.

Er arbeitet parallel aber schon am nächsten Projekt. Der Donnerberger Sänger ist dabei, eine Chronik der Gemeinschaftskonzerte zu erstellen. „Ich befasse mich der Historie der Veranstaltung, liste auf, welcher Chor in welchem Jahr aufgetreten ist und welche Lieder gesungen wurden. Von den anderen Chören bekomme ich natürlich Hilfe, die ich gut brauchen kann.”

In der Geschichte der Gemeinschaftskonzerte wird die 57. Auflage am Freitag, 30. November, erstmalig von Spendern und Sponsoren unterstützt, bei allen Neuerungen heißt es aber auch Abschied nehmen: Der Männerchor der Dalli-Werke löst sich nach 61-jährigen Bestehen zum Jahresende auf. Wenn der Werkschor unter der Leitung von Georg Vorhagen mit der Klavierbegleitung von ekle Hoffmann-Kittel bei dem Gemeinschaftskonzert Lieder wie „Über die Heide” (F. P. Kürten) und „Am Himmel, da funkeln die Sterne” (Walter Klefisch) anstimmt, wird dies der definitiv letzte Auftritt des Dalli-Chors sein.

„Wir sind zwar noch 18 Sänger, aber das Durchschnittsalter liegt über 80”, sagt der Vorsitzende Josef Heidenthal. Als Konsequenz der anhaltenden Nachwuchsprobleme bliebe dem Chor nur die Auflösung. Nicht zuletzt diese Problematik hatte auch Theis im Sinn, als er mit dem instrumentalen Teil des Gemeinschaftskonzerts eine Verjüngung der Aktiven und auch des Publikums anstrebte und die Big-Band des Ritzefeld-Gymnasiums für die Veranstaltung gewinnen konnte.

Die „Crack-Field-Stompers” unter der Leitung von Christoph Hobinka erfreuen die Gäste im „Stolberger Opernhaus” unter anderem mit Stücken von Glenn Miller, Louis Prima und „ABBA”. „Durch die jungen Musiker ist das Konzert hoffentlich auch für die jüngeren Generationen interessanter, die sich dann vielleicht für die Chormusik begeistern können”, meint Theis. Zum Beispiel für die von Johann Strauß, denn Markus Platzbecker dirigiert die vom Männergesangverein Mausbach (Klavierbegleitung Theo Palm) intonierte „Straußiade” (bearbeitet von Janosch Támás).

Theo Palm begleitet auch den Büsbacher Männergesangverein, der unter der Leitung von Josef Otten nicht nur Lieder von Franz Schubert, sondern mit „Meum est propositum” auch eine Eigenkomposition Ottens präsentiert. Zur Klavierbegleitung von Ursula Ritzen lässt der Männergesangverein Leoni-Kerpen vier Lieder und auch die Gläser klingen. Von Kurt Haller dirigiert intonieren die Herren etwa „Die Kneipe am Moor” von Georg Zierenberg und „Ein Glas auf das wir lieben (Cheerio)” von Heinz Gietz.

Der für das Gemeinschaftskonzert mitverantwortliche Männergesangverein der Siedlergemeinschaft Donnerberg (Klavierbegleitung Elke Hoffmann-Kittel) singt unter der Leitung von Gerda Fiedler vor dem großen finale unter anderem das Medley „Melodien der Herzen” (Michael Jary) und Eckart Hehrers „Das gibts nur einmal”.

Wenn die Donnerberger Friedrich Zimmers „Ein Freund, ein guter Freund” anstimmen, ist dies zugleich ein Wink auf das letzte Lied des musikalischen Abends: Die schottische Weise „Lied der Freundschaft” (Text und Satz Waldemar Klink) singen traditionell alle teilnehmenden Chöre mit dem Publikum gemeinsam.

Die Stolberger Männerchöre laden am Freitag, 30. November, zu ihrem großen Gemeinschaftskonzert in die Stadthalle ein. Einlass ist ab 18 Uhr, das Konzert beginnt um 19 Uhr. Karten sind bei allen Mitwirkenden und an der Abendkasse erhältlich.
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