Premiere einer Komödie: Turbulente Pannenserie im Theater

Von: mlo
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Unterhaltsames Spiel: Maik Schulte alias Falk Wagner (v.l.), Reimund Dürr als Inspektor Carter, Daniela Otten als betrunkene Lady Thitherthorough und Dirk Verhoolen als Mary. Foto: mlo

Stolberg. Regisseur Falk Wagner hat es nicht leicht mit den Eitelkeiten seiner Schauspieler: So hat sich Sebastian beim Stolpern über das Tigerfell ein Bein gebrochen und soll durch den Ersatzschauspieler Reiner Dressler ersetzt werden. Leider steckt dieser in Ulm fest, da keine Bahn mehr fährt und das Flugzeug für das Theater aus Kostengründen nicht in Frage kommt.

Diva Karin geht lieber mit dem Regisseur aufs Hotelzimmer, anstatt ihren Text zu lernen, und Julius C. Brenner möchte mehr Gage haben, obwohl er seine Rolle noch nicht verstanden hat. Zudem erscheint er auf der Hauptprobe zu spät, weil er keinen Hundesitter gefunden hat.

Das ist zu viel für den Regisseur, der sich doch von der eigentlichen Aufführung den Sprung in die große Theaterwelt nach München ersehnt. Zu allem Überfluss fällt dann auch noch Edith aus, die sich aus Liebeskummer betrunken hat. Somit fehlen für die öffentliche Generalprobe zwei Schauspieler.

Zur Premiere der Komödie „Theater-Theater“ von Tom Müller und Sabine Misiorny hatte das Theater Brand eingeladen. Die Inszenierung der Stolbergerin Stefanie Otten mit der Assistenz von Christoph Kühne und dem vierköpfigen Schauspielensemble Reimund Dürr, Daniela Otten, Maik Schulte und Dirk Verhoolen konnte das Publikum im ausverkauften Saal überzeugen. In ein tolles Bühnenbild eingebettet, waren die Darsteller mit Herz und Freude bei der Sache.

Jeder hatte zwei Rollen unterschiedlich zu spielen; einmal waren sie Theaterpersonal und zum anderen die Figuren im Krimi. Daniela Otten ging in ihren Rollen als Karin und Lady Thitherthorough vollends auf, Reimund Dürr spielte den Inspector von Scoland Yard sehr britisch, während er als Julius C. Brenner eher divenhaft auftrat. Dirk Verhoolen war als Zuschauer Schmidt einfältig und naiv, als Mary dagegen blühte er auf und hatte Gefallen am Spielen. Maik Schulte als Regisseur Falk Wagner hatte sehr unter seinem aufmüpfigen Ensemble zu leiden.

Das Chaos um die Regieanweisungen wechselte ständig mit der Handlung des Stückes, der Suche nach dem Mörder von Lord Thitherthorough. Der ganz normale Probenwahnsinn eines Theaters wurde gezeigt. Die Zuschauer bekamen einen Einblick in eine turbulente Theaterpannenserie, wie sie unterhaltsamer nicht sein kann. Hinter den Kulissen sorgte Erich Gier, der Mann an der Technik, für einen reibungslosen Ablauf. Der Abend war nicht nur etwas für Theater- und Krimifreunde, sondern einfach für jeden, der gerne lacht.

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