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Pop-Art: Lebensfreude und bunter Optimismus

Von: Dirk Müller
Letzte Aktualisierung:
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Galerist Ludwig Pitz präsentiert 150 Bilder von James Rizzi in einer Ausstellung, die Ende Oktober in Breinig beginnt. Foto: D. Müller

Stolberg. Es wird wohl die größte Rizzi-Ausstellung seit langer Zeit und für lange Zeit über die Grenzen unserer Region hinaus: Rund 150 Exponate des vor fünf Jahren gestorbenen US-amerikanischen Pop-Art-Künstlers zeigt die Galerie Pitz unter dem Titel „James Rizzi – in Memoriam“ ab Freitag, 28. Oktober (siehe Infokasten).

„Darunter kostbare Unikate und viele unbekannte, bisher unveröffentlichte Werke“, stellt Galerist Ludwig Pitz in Aussicht. Schon seit Jahren präsentiert die Galerie in Breinig ausgewählte 3D-Grafiken, und derzeit strahlt ein großformatiges Werk Rizzis als Vorbote der Ausstellung in den Räumen an der Wilhelm-Pitz-Straße.

„Heart Times in the City“ ist – in Herzform gehalten – ein Paradebeispiel für das Schaffen des Künstlers, der zu den populärsten zeitgenössischen Vertretern der Pop-Art zählt. Äußerst detailreich und farbenfroh vermittelt das Bild in bisweilen verspielter Formsprache die urbane Lebensfreude, den Optimismus und die Fröhlichkeit, die Rizzis Werke innewohnen und mit faszinierender Leichtigkeit auf den Betrachter überspringen. Sein Schaffen spricht dafür, dass Rizzi sich ein gewisses Maß an Kindlich-Naivem bewahrt hat – und es den Betrachtern seiner Bilder zurückgibt.

Charakteristisch für Rizzi ist auch die dreidimensionale Technik, mit denen er seine Werke konstruiert hat. Das gemalte Bild dient als Hintergrund, aus einem Duplikat hat Rizzi Bildelemente ausgeschnitten, sie dann mit Brücken etwa aus Schaumstoff als zweite Bildebene in die Werke eingearbeitet. In Verbindung mit den entstehenden Schatten entsteht so für das Auge des Betrachters der 3D-Effekt, der typisch für die Pop Art von James Rizzi ist. 1950 in dem New Yorker Stadtteil Brooklyn geboren, nahm Rizzi 1969 das Kunststudium an der University of Florida in Gainesville auf.

Schon kurz nach Ende seines Studiums konnte er seine Werke im New Yorker Brooklyn Museum der Öffentlichkeit in seiner Heimat präsentieren. Die dreidimensionalen Grafiken zeugen mit bunten Skylines und Häuserschluchten von Rizzis Liebe zu der Stadt, die ihn geprägt hat, aber auch der Mensch die Tierwelt stehen im Mittelpunkt seines Schaffens. Ein Schaffen, das durchaus vielfältig war: James Rizzi gestaltete unter anderem 1996 die Außenflächen einer Boeing 757 und im Jahr 1997 den 15-bändigen Brockhaus. Anlässlich der Expo 2000 entstand in Kooperation mit dem Architekten Konrad Kloster das „Happy Rizzi House“ in Braunschweig, und 2008 gestaltete Rizzi vier deutsche Sonderbriefmarken unter dem Motto „Grüße für jeden Anlass“.

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