Stolberg - Polizei nimmt dreiste Betrüger-Bande fest

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Polizei nimmt dreiste Betrüger-Bande fest

Von: Jürgen Lange
Letzte Aktualisierung:

Stolberg. Dank einer aufmerksamen Zeugin ist die Stolberger Polizei einer Betrüger-Bande auf die Spur gekommen, die offensichtlich im großen Stil Telekommunikationsanbieter um Handys erleichtert.

Drei Tatverdächtige wurden bislang festgenommen. Zunächst auffällig geworden war eine Frau, die mit Ausweis und Abholbeleg ein Päckchen bei der Stolberger Post an der Rathausstraße gegen 16.45 Uhr am Montag abholen wollte. Doch die vorgelegten Unterlagen kamen der Mitarbeiterin der Post verdächtig vor. Das Bild des vorgelegten Ausweises hatte wenig Ähnlichkeit mit dem Erscheinungsbild der Dame. Darauf angesprochen, verließ die Tatverdächtige ohne Paket die Post – und ließ offensichtlich auch ihr vor der Filiale abgestelltes Fahrzeug zurück.

Auf das machten weitere Zeugen die Polizei aufmerksam, noch während die Beamten in der Post den Sachverhalt erkundeten. Während sich die Polizisten dann dem Fahrzeug vor der Post zuwendeten, betraten weitere Schwarzafrikaner die Postfiliale, bestätigte Polizeisprecher Paul Kemen. „Sie müssen ihrer Sache sehr sicher gewesen sein.“ Doch auch die weiteren Abholer fielen den Bediensteten wegen der zwielichtigen Papiere auf.

Auch sie gaben Fersengeld, während die Postmitarbeiter die Polizisten auf die Flüchtenden aufmerksam machten. Die nahmen die Verfolgung auf, die teilweise auch bis ins Bethlehem-Krankenhaus erfolgte. Zahlreiche Polizeikräfte wurden in Stolberg zusammengezogen, um die Tatverdächtigen zu stellen.

Im Rahmen dieser Ermittlungen erfolgte unverzüglich auch die Durchsuchung von drei Wohnungen auf der Liester, in Aachen und in Köln. Dabei stellten die Beamten umfangreiches Beweismaterial sicher, darunter die Maschinerie einer Fälscherwerkstatt und einen Ausweis-Rohling, diverse Unterlagen, zwei Handys und auch das Fahrzeug der weiterhin flüchtigen ersten Verdächtigen. Festgenommen wurden ein 54-jähriger Aachener, ein 46-jähriger Kölner und eine 33-jährige Stolbergerin – alle aus dem afrikanischen Zaire stammend.

Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen geht die Polizei davon aus, dass die Tatverdächtigen in großem Stil bei Telekommunikationsbetreibern mit gefälschten Ausweispapieren und Adressen – darunter auch einige in Stolberg – Verträge abgeschlossen hatten, um in den Besitz von Handys zu gelangen, die dann auf dem Schwarzmarkt zu Geld gemacht werden sollten. Die weiteren Ermittlungen laufen auf Hochtouren.

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