Stolberg-Münsterbusch - Politik tritt bei „Berliner Kissen” die Bremse

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Politik tritt bei „Berliner Kissen” die Bremse

Von: tol
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Verkehrsberuhigung Buschstraß
Verkehrsberuhigung Buschstraße: Der Ausschuss für Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt möchte wissen, wie die Anwohner über die „Berliner Kissen”-Pläne denken. Foto: Heike Eisenmenger

Stolberg-Münsterbusch. Das geht den Kommunalpolitikern dann doch zu weit. Keines bezahlen können, aber elf „Berliner Kissen” auf die Busch- und Heinrichstraße bauen wollen und darauf hoffen, die Anwohner könnten so versessen auf diese Art der Verkehrsberuhigung sein, dass sie dafür auch noch selbst zahlen möchten.

Ganz nebenbei klang im Ausschuss für Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt kurz an, dass solche Hürden vor der Haustür auch für Lärm sorgen können - wird doch vor jeder „Verkehrsbremse” auf Schrittgeschwindigkeit reduziert und dahinter wieder Gas gegeben.

„Erst mal innehalten und neu überdenken”, war der Vorschlag von Rolf Engels (SPD), allerdings nicht wegen möglicher Lautstärkebedenken, sondern weil solche Baupläne „abseits der Realisierungsmöglichkeiten” lägen. Auch Paul Kirch (CDU) trat auf die Bremse: „Eine Anhörung wäre sinnvoll.”

Die Zahl der Kissen werde sich dabei von selbst reduzieren. Wobei Fachbereichsleiter Andreas Pickhardt die Ansicht vertrat, es sei besser, zunächst das Interesse bei den Anwohnern abzufragen, als in einer Anhörung Wünsche zu sammeln „und dann zu sagen: Bezahlt mal!” Er verdeutlichte den Politikern auch mehrfach, dass die hohe Zahl der Kissen der Straßenbreite und den Linienbussen geschuldet sei: Deswegen müssten an sechs Stellen versetzt Kissen eingebaut werden.

Bernd Engelhardt (FDP) erinnerte daran, dass der Zulieferverkehr zur Fabrik nicht durch bauliche Maßnahmen verhindert werden dürfe, da sonst die Gefahr drohe, dass Stolberg wieder um ein Unternehmen ärmer werde. Er schlug vor, zunächst einen Geschwindigkeitsmesskasten zu leihen und eine Woche lang die tatsächlichen Geschwindigkeiten der Fahrzeuge in Busch- und Heinrichstraße zu messen.

Der Ausschuss beauftragte die Verwaltung zunächst nur mit der Markierung von Tempo-30-Piktogrammen.
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