Stolberg - Politik hält am Zebrastreifen in Büsbach fest

Politik hält am Zebrastreifen in Büsbach fest

Von: -jül-
Letzte Aktualisierung:
„Frische Farbe wäre ausreich
„Frische Farbe wäre ausreichend, eine Mittelinsel in der Bischofstraße ist überflüssig”: Die Büsbacher setzten auch beim Ortstermin zuerst auf ein Gesamtkonzept zur Gestaltung des Dorfmittelpunktes, ehe Einzelmaßnahmen einer Gestaltung aus einem Guss widersprechen könnten. Foto: J. Lange

Stolberg. Wie ein „Sturm im Wasserglas” vorgekommen sei ihm die Debatte um die Mittelinsel in der Büsbacher Bischofstraße, verwies Rolf Engels im Verkehrsausschuss auf die Intention der beiden alten Anträge von SPD und CDU, dort einen Zebrastreifen zu initiieren.

„Und wenn das die beiden größten Fraktionen gemeinsam wollen, dann weiß man ja auch, wohin die Reise geht”, machte der Sozialdemokrat deutlich, dass der Vorschlag der Verwaltung, eine Mittelinsel dort anzulegen, ohnehin chancenlos gewesen sei.

Wie der geforderte Zebrastreifen ausgeschildert sein soll, machte sein Koalitionskollege Adolf Konrads (CDU) deutlich und verwies darauf, dass mit den Stellungnahmen der Polizei in dieser Angelegenheit nichts anzufangen sei. Die hatte in einer alten Einschätzung auf die Gefährlichkeit des Einmündungsbereiches hingewiesen, in einer aktuellen aber eine mangelnde Verkehrsstärke konstatiert. „Die Polizei ist in dem Verfahren zwar anzuhören, was wir getan haben, aber ihre Meinung ist nicht bindend”, betonte Konrads. Nichts spreche gegen die Einrichtung eines Zebrastreifens.

Am Widerstand der Polizei sei dies bislang jedoch immer gescheitert, erklärte Fachbereichsleiter Andreas Pickhardt, verwies andererseits aber auch auf veränderte Richtlinien, denn „sonst hätten wir uns die Zebrastreifen-Orgie am Krankenhaus nicht erlauben können”. Er habe außerdem keine Mittelinsel bauen, sondern im Bauhof noch vorhandene Fertigteile auf der Fahrbahn montieren wollen.

Angesichts solch marginaler Details sei die Verwaltung auch nicht auf die Idee gekommen, das Büsbacher Dorfforum zu seiner Meinung zu fragen. Dies wird die Verwaltung aber freiwillig zukünftig tun - und auch tun müssen, wie der Ausschuss ausdrücklich beschloss. „Und was heißt hier Sturm im Wasserglas?”, untermauerte Bernd Engelhardt (FDP): „Die Leute fühlen sich vor den Kopf gestoßen.” Es sei schon seltsam, wenn engagierte Bürger nicht mit ins Boot geholt würden, wenn in ihrem Dorf etwas geplant werde. Der Anlage eines Zebrastreifens könne die FDP allerdings angesichts der negativen Stellungnahme der Polizei nicht zustimmen, erklärte Engelhardt.

Außerdem sprach sich der Ausschuss gegen einen Fortfall der Parkplätze aus. Sie sollten allenfalls verkürzt werden, falls die Feuerwehr tatsächlich Aufstellfläche für ihre Drehleiter benötige. Dies könnte aber zur Folge haben, dass drei Stellplätze nur noch für Zweiräder ausgeschildert werden könnten, so die Verwaltung. Sie sicherte zu, sich die Situation noch einmal genau anzuschauen. Die Forderung der Feuerwehr sei unabhängig von der Fahrbahnquerung zu sehen: „Es war nur eine zeitliche Parallelität gegeben”, so Fachbereichsleiter Pickhardt.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert