Platz- und Baupläne stehen und fallen mit Bergbau-Gutachten

Von: Lukas Franzen
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Stolberg-Breinig. Die Breiniger Bergbauvergangenheit reicht Jahrzehnte zurück. Damals wurden rund um die Schützheide Erze abgebaut; heute fördert diese Vergangenheit ganz andere Dinge zutage – vor allem Ungewissheit, Unzufriedenheit, zusätzliche Kosten und eine nicht enden wollende Diskussion um das Breiniger Sportplatz-Projekt.

Führen die Ergebnisse der zweiten Bergbauuntersuchung nun zum lange ersehnten „Happy End“? Schlagen sie nur ein weiteres Kapitel in dieser „Neverending Story“ auf? Oder liefern sie gar den Stoff für den traurigen Schlussakt, in dem das Zukunftsprojekt doch noch begraben wird?

Noch sind alle Szenarien denkbar. Doch dass neben dem SV Breinig auch Politik und Verwaltung das Eintreten des ersten Falles klar präferieren, bekräftigten Fachbereichsleiter Andreas Pick­hardt und Dr. Tim Grüttemeier (CDU) als Vertreter der Großen Koalition bei der Jahreshauptversammlung des Fußballclubs.

Nach „deutlichen und offenen Worten“ habe man am 29. Januar den Grundsatzbeschluss für das Projekt gefasst, der eine städtische Unterstützung in Höhe von 900.000 Euro und die Übernahme von ökologischen Ausgleichsmaßnahmen vorsehe, skizzierte Grüttemeier den Kern des Kompromisses zwischen Stadt und Verein. Auch die Zusatzkosten des zweiten Bergbaugutachtens in Höhe von 150.000 Euro gingen nun „auf den Deckel der Stadt“. Die beiden Voraussetzungen für die Realisierung des Projekts.

Erstens: „Wir müssen zunächst die Ergebnisse des zweiten Bergbaugutachtens abwarten und hoffen, dass wir unseren Beschluss danach eins zu eins umsetzen können.“ Zweitens: „Die 900000 Euro müssen vorher auf dem Konto der Stadt vereinnahmt sein. Denn für das Projekt werden keine neuen Schulden gemacht.“ Kopfzerbrechen bereitet vor allem der Vorbehalt der Bergbauschäden, mit dem das Schicksal aller Pläne steht und fällt.

Erste Probebohrungen seien abgeschlossen, weitere sollen in den Sommerferien auf den Ascheplätzen folgen, erklärte Pickhardt das Vorgehen. „Wir hoffen, dass wir im September oder Oktober eine erste Wasserstandsmeldung haben. Ein Bebauungsplan könnte dann in der ersten Jahreshälfte 2014 fertiggestellt sein. Und dann geht’s an die Umsetzung“, sicherte der Verwaltungsvertreter eine schnelle Umsetzung zu.

Vorsitzender Frank Laumen betonte, er habe zu keinem Zeitpunkt das Gefühl gehabt, „dass das Projekt von der Stadt verschleppt wird“. Er glaube auch nicht, „dass die Stadt 150.000 Euro in ein zweites Gutachten investiert, wenn die Situation völlig aussichtslos wäre“.

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