Stolberg - Pläne für Fahrradrouten vorerst auf Eis gelegt

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Pläne für Fahrradrouten vorerst auf Eis gelegt

Von: Jürgen Lange
Letzte Aktualisierung:
radl-bu
Frage der Prioritäten: Die CDU setzte auf den Ausbau der Verbindungen in Stolberg, die SPD auf den Anschluss ans internationale Radwegenetz.

Stolberg. „Die Stolberger Grünen setzen sich für die Anbindung des Radwegenetzes an die Innenstadt und für Stadtteilverbindungen ein”, steht in dem erst am Montag druckfrisch vorgestellten Wahlprogramm der Stolberger Grünen.

Doch als es am Donnerstagabend im Ausschuss für Stadtentwicklung um genau dieses Thema ging, zog ihr Sprecher Elmar Wilhelmy erst einmal kräftig die Bremse - und mit ihm legten FDP und SPD den Rücktritt ein.

Dabei sollte der Ausschuss eigentlich nur drei Routen absegnen, mit denen Lücken und schlecht ausgebaute Teilstücke im Wegenetz zwischen der Innenstadt und der bereits als Radweg ausgebauten Vennbahntrasse geschlossen werden sollten.

Fast ein halbes Jahr hatte die Verwaltung an alternativen Führungen möglichst auf bestehenden Wegen gearbeitet, um auch den Bewohnern der Dörfer einen guten Anschluss an die ebenso beliebte wie bequeme Freizeitstrecke zu verschaffen.

Vorgezogen

So sollte die Innenstadt über Vicht und Zweifall bei Roetgen, über die Hammstraße und Eilendorf bei Brand und über Büsbach und Dorff bei Kornelimünster auf die Vennbahntrasse treffen.

Auf Antrag der CDU war die Verwaltung damit einstimmig vom Hauptausschuss im Frühjahr beauftragt worden. Doch diese Idee ist seit Donnerstag erst einmal „auf eine der nächsten Sitzungen”, so der Vorstoß von Rolf Engels und der Gestaltungsmehrheit, verschoben worden.

Denn Engels zückte am Abend im Ausschuss den eigenen SPD-Antrag aus der Tasche, über dessen Weiterbearbeitung der Hauptausschuss erst am kommenden Donnerstag beschließen wird: Die Anbindung Oberstolbergs an die so genannte Ravel-Route.

Das ist das von der EU geförderte touristische Projekt, bei dem im Eifel-Ardennen-Raum die alte, nicht mehr für Schienenverkehr benötigte Vennbahntrasse als - dank minimaler Steigung in einer schönen Landschaft - ideale Radwander-Route ausgebaut wird, wobei die Radwege bei noch frequentierten Gleisstrecken direkt daneben angelegt werden.

Die SPD möchte „von der Ketschenburg” aus einen Radweg neben den Gleisen nach Walheim schaffen, um so bis 2012 den Anschluss ans internationale Netz bis nach Luxemburg zu schaffen.

Vor dem Hintergrund dieser Idee sollte - und wurde dann auch - das innerstädtische Ausbauprogramm auf unbestimmte Zeit vertagt werden.

Kosten völlig offen

Gegen die Stimmen der CDU. Die findet den Anschluss an das Ravel-Netz in der Sache zwar ebenso erstrebenswert wie der übrige Ausschuss, allein er stand am Donnerstagabend gar nicht zur Debatte. Und CDU-Sprecher Paul M. Kirch zeigte wenig Verständnis dafür, dass die greifbare Lösung für die Stolberger Ortsteile der internationalen Vision hintenan gestellt werden sollte.

„Die Ravel-Route ist eine tolle Sache”, gestand Kirch zu, dass Stolberg versuchen sollte, noch auf dieses Interreg-Projekt aufzuspringen, aber zunächst gehe es um die Verbindungen in der Kupferstadt - die führten ja schließlich auch zur Vennbahntrasse.

Und ob Stolberg für das längst laufende Ravelprogramm noch EU-Mittel locker machen könne, wie Rolf Engels verlockend in Aussicht stellte, bedürfe noch der Klärung.

Dies gilt allerdings auch für die Kosten, die eine Erweiterung des Routennetzes innerhalb der Kupferstadt verursachen würden. Aber damit kann sich die Verwaltung jetzt ja vorerst Zeit lassen.
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