Stolberg/Eschweiler - Pläne für die L11 spalten die Gemüter

Pläne für die L11 spalten die Gemüter

Von: Patrick Nowicki
Letzte Aktualisierung:

Stolberg/Eschweiler. Die Zahlen sprechen für sich: 10.000 Fahrzeuge rollen täglich über die Quellstraße durch Hastenrath. An zwei Kindergärten vorbei. Doch Pläne für eine Umgehungsstraße für die Landesstraße11, mit der alle Hastenrather zufrieden sind, gibt es nicht.

Während die Sozialdemokraten sehr zurückhaltend mit diesem Thema umgehen, startet die CDU einen weiteren Versuch: Die Union will nun eine Untersuchung der Verkehrsbeziehungen zu Stolberg in Auftrag geben. „Bisher stieß keine der Varianten auf eine große Akzeptanz, deswegen muss das Verhältnis Kosten/Entlastungswirkung konkret untersucht werden”, erläutert der CDU-Fraktionschef Bernd Schmitz.

Auch in der Nachbarstadt bewegt sich einiges: So diskutieren die Stolberger seit Jahren eine östliche Umgehung. Der Bau einer solchen Straße würde auch den Verkehr durch Hastenrath beeinflussen. Experten gehen davon aus, dass er in den nächsten Jahren zunehmen wird: Von 12000 und mehr Fahrzeugen ist die Rede. „Wichtig ist, dass nun endlich darüber gesprochen wird, die Hastenrather zu entlasten”, sagt der Landtagsabgeordnete Axel Wirtz (CDU).

Dies sei jahrelang versäumt worden, richtet er indirekt Kritik an seine sozialdemokratischen Vorgänger. Dass die Straße in der Prioritätenliste des Landes nach oben rutschte, liegt darin begründet, dass man in Hastenrath mit relativ wenig Geld eine hohe Entlastung schaffen kann. Die kürzeste und effektivste Variante führt zwischen Stadtwald und Hastenrath und mündet an der Eifelstraße.

Vier Millionen Euro würde sie kosten. Nach Schätzungen würde der Verkehr im Hastenrather Ortskern um 7200 Fahrzeuge entlastet. An der Eifelstraße stoßen die Planer allerdings auf Probleme.

Dort muss sogar eventuell ein Haus abgerissen werden, zudem befindet sich in unmittelbarer Nähe die Grundschule. „Man hat vor Jahren versäumt, dort entsprechende Voraussetzungen für eine Ortsumgehung zu schaffen. Der einfache Weg ist nun verbaut”, meint Axel Wirtz.

Mit einfachen Mitteln soll der Verkehr durch Hastenrath schon jetzt gebremst werden. Einen entsprechenden Antrag hat die CDU schon vor Wochen gestellt. Allerdings sind auch da die Möglichkeiten begrenzt, da es sich um eine Landesstraße handelt. Und Düsseldorf hält das Geld für eine Umgehungsstraße nicht für einen unbegrenzten Zeitraum bereit.

Axel Wirtz betont, dass man die Umgehungsstraße nicht gegen jeden Widerstand durchboxen wolle: „Jeder Politiker, der etwas gegen den ausdrücklichen Willen der Bürger beschließt, muss doch mit dem Klammerbeutel gepudert sein.” Und so werden weiter alle Varianten diskutiert. Auch die Möglichkeit, dass die Hastenrather Umgehungsstraße erst gar nicht gebaut wird.
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