Piraten und Hippies sind der absolute Renner

Von: Sophie Daum und Corinna Schmidt
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Corinna Schmidt und Sophie Dau
Corinna Schmidt und Sophie Daum (rechts) recherchieren die Karnevalstrends 2012. Foto: Heike Eisenmenger

Stolberg. Der Karneval gehört im Rheinland dazu. Nicht nur in Köln erfreut sich die fünfte Jahreszeit großer Beliebtheit, auch die Stolberger lassen sich den „Fastelovvend” nicht entgehen.

Was bei diesen Feierlichkeiten nicht fehlen darf, ist das Kostüm. Neben den Dauerbrennern und klassischen Kostümen erscheinen immer wieder Neuheiten.

Karneval bedeutet auch immer neue Trends. Doch was trägt der Jeck in dieser Session? Captain Jack Sparrow sei Dank erfreut sich das Piratenkostüm seit Jahren großer Beliebtheit. Sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern. „Karnevalswierts” und weitere Geschäfte melden außerdem hohe Verkaufszahlen im Bereich „Flower Power”. Der Hippie wird 2012 in der närrischen Zeit demnach häufiger gesehen werden.

Auch sexy Kostüme sind wieder gefragt. Kurze Kleider und Petticoats werden auch immer öfter von Jugendlichen getragen. Vor allem Berufe wie Krankenschwester oder Stewardess sind populär. Manuela Pioch von „Maskworld” sagt: „Superhelden sind dieses Jahr sehr beliebt. Dies liegt unter anderem am Kinofilm The Avengers. Einen ähnlichen Effekt erzeugt der Film The Artist.

Zwanziger Jahre Kostüme mit knielangen Kleidern und Perlenketten sind angesagt. Der neue Trend sind aber Morphsuits.” Morphsuits sind Ganzkörperanzüge. Zusammengesetzt wird das Wort aus „morph”, Englisch für „sich verwandeln”, und „suit”, für „Anzug”. Sie werden von einer britischen Firma hergestellt und bedecken den Träger von Kopf bis Fuß - wer unter dem Kostüm steckt, bleibt ein Geheimnis. Dank des speziellen Materials können die Narren in der kompletten Verhüllung atmen und hinaussehen, hineinsehen kann aber niemand. Sogar trinken ist ohne Ausziehen des Anzugs möglich.

„Morphsuits”

Diese Kostüme gibt es in vielen Farben, mit Mustern oder Flaggen als Aufdruck. „Morphsuits” haben bereits eine eigene Facebook-Seite. Mehr als 900.000 Fans sind es schon, Tendenz steigend.

Der eigentliche Sinn von Karneval ist ja, in andere Rollen zu schlüpfen und eine ganz andere Person zu sein - zumindest für kurze Zeit. Das richtige Kostüm zu finden, ist aber gar nicht so einfach. Wie bei fast jedem Event gibt es „Must-Haves” und „No-Gos”. „Die Nachfrage nach Kontaktlinsen ist groß”, sagt Frank Dohmen, Geschäftsführer vom „Karnevalswierts” in Würselen. „Was zurückgeht, ist das Kostüm des Clowns.”

Ein Tabu ist der klassische Clown deshalb trotzdem nicht. Was man nicht tun sollte ist, auf karnevalistischen Veranstaltungen: ganz unkostümiert erscheinen. Gern gesehen sei es aber, sich sein Karnevalskostüm selbst zu machen oder ein gekauftes individuell zu verändern. Ob die Stolberger im Trend liegen, wird sich bald herausstellen. Bis zum Altweibertag am kommenden Donnerstag dauert es nicht mehr lange. Wer sich noch nicht für ein Kostüm entschieden hat, kann sich bei den Trends umsehen. Kreativität kommt jedenfalls nie aus der Mode.
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