Stolberg - Pharaonen und Elefanten stürmen die bunte Bühne

Pharaonen und Elefanten stürmen die bunte Bühne

Von: dö
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Die Kupferstädter Kameraden hatten sich mit verrückten Frisuren und langen Rüsseln als närrische Elefanten auf der Bühne präsentiert.

Stolberg. „Arbeiten“ mussten diesmal nur die Männer. Die Frauen hatten frei und konnten sich entspannt dem von den Männern dominierten Geschehen auf der Bühne widmen.

Diese Situation kennzeichnete jetzt die Damensitzung der KG Kupferstädter Kameraden, die als Veranstaltungsort den zweigeteilten Saal des Münsterbuscher Jugendheimes ausgewählt hatten. Der Zweiteilung hatte die kleine KG den Vorrang gegeben, weil aufgrund des geringen Publikumsinteresses – nur rund 80 Besucherinnen waren anwesend – ein großer Saal ungemütlich gewirkt hätte.

Die Atmosphäre wurde davon aber nicht beeinträchtigt. Ganz im Gegenteil: Angesichts der Tatsache, dass man ein wenig enger zusammengerückt war, herrschte von Beginn an eine gute Stimmung.

Angereichert wurde das prächtige Klima auch durch ein zugkräftiges Programm, das von KG-Präsident Ferdi Keldenich moderiert, für die Frauen eine Mixtur aus Musik, Männerballett und Prinzenbesuch bereit hielt.

Begonnen hatte der abwechslungsreiche und vielfältige Mix mit dem Auftritt der „Franziskusmänner“, deren Beine mit schwarzen und weißen Strumpfhosen bekleidet waren. Da dabei immer ein Bein in der Hose des Partners steckte, geriet die Darbietung zu einer urkomischen Lachnummer.

Dem Ballett hatten sich auch die „Tanzbienen“ aus Neunkirchen-Seelscheid verschrieben. Die aus dem Rhein-Sieg-Kreis stammende Gruppe bot in wechselnden Kostümen eine Darbietung, die sich durch Schnelligkeit, eine gelungene Choreografie und eine fantasievolle Kostümierung auszeichnete.

So war es nur verständlich, dass die 14 vorwiegend jungen Männer, ohne eine Zugabe nicht von der Bühne kamen. Männer waren auch in der Mehrzahl, als Stadtprinz Daniel I. (Heinrichs) gemeinsam mit der Garde der KG Erste Große und dem Hofstaat die Bühne eroberte. Ihm flogen die Herzen der Frauen allein schon dadurch zu, dass die Tollität mit dem Medley, das sich an alte Stolberger und rheinische Karnevalsschlager anlehnt, ein ganz großer Wurf gelungen ist.

Dem nichts nachstehend gab sich der Brander Bürgerprinz Thomas I. (Berger), der ebenfalls gemeinsam mit seinem Hofstaat eine abwechslungsreiche Show bot. Doch den Frauen, deren Stimmung im Verlauf der Sitzung an Fahrt gewann, wurde noch mehr Männerballett geboten. Schließlich traten nicht nur die zuvor erwähnten Gruppen auf, sondern auch die „Männer 09“ vom Donnerberg und die eigenen Männer der Garde.

Sie allesamt boten Nummern, die thematisch von der Kölner Schlagerwelt, dem Land der Pyramiden und dem Dschungel dominiert wurden und somit eine bunte Reise durch viele verschiedene Welten ermöglichten.

Dazu hatten sich die Gardemänner, die von Präsidentengattin Brigitte Keldenich unterstützt wurden, in farbenfrohe Pharaonenkostüme geschmissen und sich mit Elefantenrüssel aus PVC-Rohren ausgestattet, um den Frauen eine Freude zu bereiten – an genau der richtigen Stelle, versteht sich.

Neben den diversen Ballettnummern wurde auch ein großer musikalischer Teil geboten. Dessen Gestaltung hatten „Heiko Schlager“ alias Daniel Schieren, die Gruppe „Inde-Rebellen“ und der Sänger Florian Schmitz mit allerlei karnevalistischen Krachern übernommen. Sie spielten die jecken Gäste mit ihren Klängen in allerbeste Feierlaune.

Und so fiel das abschließende Urteil der Sitzung insgesamt doch recht positiv aus: „Wir sind auf dem richtigen Weg. Auf jeden Fall wollen wir auch im nächsten Jahr eine Damensitzung anbieten“, versicherte Präsident Ferdi Keldenich, der sich angesichts des zahlenmäßig kleinen Publikums nicht allzu enttäuscht gab, sondern für die Zukunft vor allem Geduld, Nachhaltigkeit und einen langen Atem einforderte.

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