Petra Mersmann: Mit vollem Elan in die letzten fünfeinhalb Jahre

Von: gro
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Freuen sich ganz offensichtlic
Freuen sich ganz offensichtlich auf die Zusammenarbeit an der Realschule I: Leiter Ferdinand Küpper-Jacobs und seine neue zweite Stellvertreterin Petra Mersmann. Foto: M. Grobusch

Stolberg. Die Frage muss natürlich gestellt werden: Wie kommt eine ambitionierte Lehrerin dazu, sich auf die Stelle der zweiten stellvertretenden Leiterin einer Schule zu bewerben, die keine neuen Kinder mehr aufnimmt und in fünfeinhalb Jahren auslaufen wird?

Die Antwort folgt sehr schnell und wird mit viel Elan vorgetragen: „Den ersten Kontakt gab es bereits 2006. Und ich habe schon lange mit der Realschule I geliebäugelt”, erzählt Petra Mersmann, die bereits seit gut acht Jahren in Stolberg wohnt und jetzt auch den beruflichen Wechsel - von Wegberg - in die Kupferstadt vollzieht.

Das Warum ist damit noch nicht gänzlich geklärt, das vielleicht wichtigste Argument folgt aber sogleich: „Die Schule hat unter Lehrern einen hervorragenden Ruf. Ich bin davon überzeugt, dass ich im Leitungsteam eine Menge lernen kann. Deshalb möchte ich die verbleibenden Jahre nutzen.”

Solche Worte bringen selbst Ferdinand Küpper-Jacobs ein bisschen in Verlegenheit. Dem Schulleiter ist es sehr wichtig, auf die Bedeutung dieser Personalie hinzuweisen: „Wir möchten als auslaufende Schule unser Profil halten und auch dem letzten Jahrgang noch eine gute Schule bieten.”

Dieses Anliegen, so der Leiter, werde auch von der Bezirksregierung in Köln sehr ernst genommen, was die schnelle Neubesetzung der vakanten Stelle belege.

Petra Mersmann will mit ihrer pädagogischen und organisatorischen Arbeit dazu beitragen, dass das verbleibende Kollegium, das sich in den kommenden Jahren entsprechend der sinkenden Realschülerzahlen entwickeln wird, dem hohen Anspruch in der täglichen Arbeit gerecht werden kann.

Gleich vier Fächer hat die 42-Jährige, die in einer „Patchwork-Familie” mit ihrem Mann und sechs Kindern lebt, im Repertoire: Mathematik, Physik, Chemie und Sport kann sie unterrichten. Einer ihrer organisatorischen Schwerpunkte wird die Zusammenarbeit mit der neuen Gesamtschule sein, die zum Schuljahr 2012/13 zunächst am Sperberweg eröffnet und dann schrittweise den Standort und die Räumlichkeiten der Realschule übernehmen wird.

Für die neue Stellvertreterin stellt das kein Problem dar: „Kinder zu unterrichten und zu erziehen, das ist doch eine schulformübergreifende Aufgabe.”
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