Peter Sonntag tritt mit den „Mothers of Invention” auf

Von: Dirk Müller
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Das Stolberger „Peter Sonntag
Das Stolberger „Peter Sonntag Quartett” (Bild) wird ein Gemeinschaftskonzert mit der Kultformation „The Grande Mothers Re:Invented” mit ehemaligen Frank-Zappa-Musikern spielen. Foto: D. Müller

Stolberg/Aachen. Oft bemüht sind Bezeichnungen wie „Kultformation” oder „legendäre Band” - selten treffen sie jedoch so zu, wie bei den „Mothers of Invention”, der Band Frank Zappas. „Die begnadeten Instrumentalisten revolutionierten die Musik in den 60er und 70er Jahren.

Sie haben erkannt und umgesetzt, dass Musik auf der Straße liegt, dass alles um uns herum Musik sein kann”, beschreibt Peter Sonntag. Dem Stolberger Bassisten und Bandleader wird mit seinem Quartett die Ehre zuteil, mit einigen der Originalmusiker der „Mothers of Invention” ein Konzert zu bestreiten.

Mit den „Urmüttern”

Am Donnerstag, 31. Mai, beginnt um 19 Uhr die Veranstaltung im „Franz” (Franzstraße, Aachen), bei der das „Peter Sonntag Quartett”, also die instrumentale Besetzung der Band „Final Virus”, auf die „Mütter der Erfindung” trifft. Aus letzteren sind im Laufe der Jahre „Großmütter” geworden, sie nannten sich zwischenzeitlich „Grandmothers of Invention”, treten heute in ergänzter Besetzung als „The Grande Mothers Re:Invented” auf. Mit dabei ist Don Preston, 1966 der erste Keyboarder der „Mothers of Invention”.

Napoleon Murphy Brock (Gesang, Querflöte, Saxofon) und Tom Fowler (Bass, Violine) sind weitere Urmütter, zu denen sich Chris Garcia (Drums, Gesang) und Robbie Mangano (Gitarre, Gesang) gesellen, um den unvergleichlichen Klangkosmos der Band Zappas entstehen zu lassen. Der Name der Urformation war durchaus Programm: Die „Mütter” haben sich und die Musik immer wieder neu erfunden, ließen innovative Klangwelten entstehen und auf ihrem Höhepunkt einstürzen. Die Trümmer fingen sie mit spielerischer Leichtigkeit und nicht ohne Humor auf, fügten sie zu völlig neuen Geflechten zusammen.

Die Quintessenz ihres Schaffens könnte lauten: Kein musikalisches Genre hat für sich alleine eine Daseinsberechtigung, Schubladendenken sollte in der Musik keinen Platz haben, Kategorisierung steht der Kreativität im Weg.

Eine deutlich hörbare Parallele zu den Werken, die Peter Sonntag (Bass), Reno Schnell (Gitarre), Markus Plum (Posaune, Trompete, Keyboards) und Max Sonntag (Drums) „erfinden”.

„Natürlich haben die Mothers mich beeinflusst. Ihr grenzenloses Spiel hat mir geholfen, die Erkenntnis zu manifestieren, dass es in der Musik keine Limits gibt, dass alles erlaubt ist. Jetzt mit den Grande Mothers auf einer Bühne stehen zu dürfen, ist mir und meiner Band wirklich Freude und Ehre gleichermaßen”, sagt Sonntag, der auf weitere Parallelen verweist. Jüngst nahm das „Peter Sonntag Quartett” zum Beispiel eine Interpretation des Beatles-Klassikers „Im the Walrus” in sein Repertoire auf - ein Stück, das Zappa ebenfalls interpretierte.

„Für mich schließt sich mit dem Konzert auch persönlich der Kreis. Ende der 80er Jahre traf ich Franks ältesten Sohn Dweezil bei einer Musikmesse in den USA. Er stellte mir sein Equipment zur Verfügung, weil meine Ausrüstung abhanden gekommen war”, beschreibt Sonntag. Vor sieben Jahren lernte der Stolberger Musiker zudem bei dem ,Zappanade-Festival Napoleon Murphy Brock kennen, der von 1974 bis 1984 mit Frank Zappa musizierte.

Die beiden Formationen mit ihren aktuellen Programmen bei einem Konzert live zu erleben verspricht bereits ein besonderes Musikerlebnis, doch Sonntag stellt noch mehr in Aussicht: „Es ist schon wahrscheinlich, dass alle Musiker auch gemeinsam auf der Bühne stehen und zusammen jammen werden.”
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