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Pennäler spendieren jede Woche frisches Obst für 400 Schulkameraden

Von: Dirk Müller
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Bei der Firma „Schülercafe” müssen sowohl die Kasse als auch der freundliche Service und die Hygiene stimmen: Mit weißen Einmal-Handschuhen ausgestattet, verkauft Selina Bey einen Apfelsaft. Foto: Dirk Müller

Stolberg-Velau. „Cola haben wir aus dem Angebot genommen und verkaufen stattdessen lieber Kakao, Milch und Bionade”, erklärt Markus Stork, der Sozialarbeiter der Ganztagshauptschule Kogelshäuserstraße. Er betreut das Schülercafé, ein Wahlpflichtfach, das in den letzten vier Jahren zu einer echten Schülerfirma gewachsen ist.

Das Café ist ab 7.15 Uhr geöffnet, in dem Vorraum mit Kicker steht immer frisches Obst auf der Theke, an dem die Schüler sich kostenlos bedienen dürfen, und es gibt ein großes Fenster, aus dem in den Pausen auf den Schulhof verkauft wird. Der Hauptraum ist von den Mitarbeitern der Schülerfirma liebevoll gestaltet und ihr ganzer Stolz sind die neuen Sofas, die Stork gemeinsam mit einigen Schülern in einem Möbelhaus ausgesucht und angeschafft hat.

Hygiene-Vorschriften

„Beim Einkauf angefangen trägt das Team vom Schülercafé die ganze Verantwortung für die Firma, die wie ein Café in der freien Wirtschaft arbeitet. Die Mitarbeiter halten die Räume sauber und müssen Hygiene-Vorschriften beachten wie Handschuhe tragen oder Haare zusammenbinden. Sie übernehmen abwechselnd verschiedene Dienste und führen eine korrekte Buchhaltung”, beschreibt Schulsozialarbeiter Stork die Geschäftstätigkeit des Schülercafés.

Das Angebot der Schülerfirma umfasst neben Getränken auch Müsli-Riegel und im Sommer Eis, der absolute Verkaufsschlager aber sind die Brötchen, die mit Käse oder Wurst und immer mit Salat, Tomate und Gurke belegt sind.

„Beim Pausenverkauf lernen wir auch den freundlichen Umgang mit Kunden. Damit wir sehen können, ob wir das Wechselgeld auch immer richtig herausgegeben haben, machen wir für jede Pause eine Abrechnung”, erläutert Lisa Oebel zwei weitere Aspekte der Schülerfirma.

Die 14-jährige hat heute mit Selina Bey Dienst am Verkaufs-Fenster und versorgt fast den gesamten Schulhof mit Snacks, Getränken und ausgewogen belegten Brötchen. „Die Arbeit macht echt Spaß, und das Schülercafé ist der schönste Raum in der ganzen Schule”, meint die ebenfalls 14-jährige Selina.

Dank ordentlicher Buchhaltung arbeitet die engagierte Schülerfirma nicht nur gewinnorientiert, sondern schreibt auch schwarze Zahlen. Um das Motto „Gesunde Schule” weitergehend zu unterstützen, haben sich die Mitarbeiter daher entschlossen, den Gewinn sinnvoll zu investieren, nämlich in die Gesundheit ihrer Mitschüler.

Einmal wöchentlich kaufen sie frisches Obst für mehr als 400 Schüler ein, das dann in den Klassen ausgegeben und gemeinschaftlich verzehrt wird. „Wir wollen die Obstausgabe in naher Zukunft zwei- bis dreimal in der Woche anbieten”, verspricht Stork, der sich freut, das die natürliche Vitamine von den Schülern sehr gut angenommen werden.

Stand für Haiti auf dem Wochenmarkt

Die Klasse 7a der Hauptschule Kogelshäuserstraße hilft den Menschen auf Haiti und verkauft am morgigen Mittwoch, 3. Februar, auf dem Wochenmarkt am Kaiserplatz von 9 bis 13 Uhr Kakao und Kaffee. Die Einnahmen gehen in das vom Erdbeben betroffene Land.
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