Parkhaus am Hauptbahnhof soll weiter forciert werden

Von: -jül-
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Auf dem Pendlerparkplatz (r.) soll das Parkhaus gebaut werden. Eine Überführung soll die EVS-Gleise 43 und 44 überbrücken und mit einem Aufzug den Mittelbahnsteig der DB barrierefrei erreichbar machen. Foto: J. Lange

Stolberg. Ursprünglich wollte die Deutsche Bahn am Ende des bestehenden Pendler-Parkplatzes einen Tunnel graben, um mit einem Aufzug dann den barrierefrei erreichen zu können. Diese wenig komfortable Lösung ist Geschichte, nachdem die Große Koalition mit EVS und dem Zweckverband Nahverkehr Rheinland (NVR) das „Ei des Columbus“ für Stolberg entdeckt hatte: Ein Parkhaus.

Und zwar neben Gleis 44 mit „Skywalk“ als Überführung zu Gleis 1 und 2 nebst Aufzug würde nicht nur die Barrierefreiheit gewährleisten, sondern darüber hinaus auch noch den grassierenden Parkdruck an der Drehscheibe des regionalen Schienenverkehrs deutlich entlasten. Dieses Projekt versuchen SPD und CDU im Einklang mit der Stolberger Euregio Verkehrsschienennetz GmbH zu forcieren.

Die Attraktivität des Hauptbahnhofes, der im Frühjahr auch ein Kiosk mit Servicezentrum erhält, und damit auch der Euregiobahn soll weiter gestärkt werden. Mit 2.725.900 Euro übernimmt der NVR bereits über 85 Prozent der Kosten des Parkhauses; hinzu kommen weitere 300.000 Euro Anteil für den Ausbau von Parkraum an der Rhenaniastraße. Damit die Realisierung schneller läuft, soll heute Abend der Stadtrat 20.000 Euro überplanmäßig noch für dieses Jahr bereitstellen.

Es ist ein erster Abschlag auf die Planungsleistungen, die die EVS als Koordinator für die Verwaltung übernimmt: damit das Vorhaben zügig realisiert werden kann und weil es vor allem um Bahnangelegenheiten geht. Betroffen von Skywalk und dem Parkhaus, das die Stadt baut, sind die Landeseisenbahnaufsicht sowie die Deutsche Bahn selbst, die die Sanierung ihres Mittelbahnsteigs an der Hauptstrecke für ihre zweite Modernisierungs-Offensive ab 2014 vorgesehen hat. Entsprechend diffizil ist die Abstimmung aller Bauwerke der unterschiedlichen Bauherrn. Darüber hinaus muss eine so genannte Betriebs- und Bauanweisung abgeschlossen werden für Arbeiten im Bereich von Gleisanlagen.

Auf seiner Sitzung am Mittwoch soll der Vergabeausschuss die detaillierte Planung des Parkhauses in der Qualität eines Bauantrages bei einem Aachener Büro beauftragen. Bis dato liegen nur die Entwürfe vor, die für die Stellung des Einplanungsantrages beim Zuschussgeber erforderlich waren. Im Haushalt der Stadt stehen für das kommende Jahr rund 1,6 Millionen Euro zur Verfügung, um mit dem Bau des Parkhauses beginnen zu können.

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