Stolberg - Nur 36 Anmeldungen: Suche nach den Gründen hat begonnen

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Nur 36 Anmeldungen: Suche nach den Gründen hat begonnen

Von: Michael Grobusch
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Die „Hermannliga“ zählt zum vielfältigen Angebot der Hermannschule, die aber dennoch unter rückläufigen Anmeldezahlen leidet. Foto: M. Grobusch

Stolberg. Natürlich sind die Zahlen vorläufig. Das weiß auch Renate Krickel, wenn sie auf den aktuellen Stand der Anmeldungen blickt. Nachzügler, Wiederholer und Schulwechsler werden dafür sorgen, dass sich zu Beginn des nächsten Schuljahres mehr Kinder in den Klassen der Hermannschule einfinden werden als es die jetzt im Rathaus kursierende Liste vermuten lässt. Und dennoch: „Wir haben definitiv weniger Kinder. Und damit haben wir ein Problem“, stellt die Schulleiterin angesichts von nur 36 Einschreibungen für 2013/14 fest.

43 waren es im vergangenen Jahr um diese Zeit gewesen, 2010 sogar 60. Der Trend ist damit unverkennbar, eine Erklärung aber nicht in Sicht. „Unsere Schule hat so viel zu bieten, was über den bloßen Unterricht hinausgeht. Ich bin schon irritiert, dass sich dies nicht stärker auf die Nachfrage auswirkt.“

Das jüngste Beispiel für die reiche Angebotspalette der „Internationalen Begegnungsschule“ an der Hermannstraße liefert das Projekt „Brücken bauen“. Vorschulkinder aus den Kindertagesstätten Franziskustraße und Clara Fey sowie der spanischen Kita in der Bierweiderstraße beteiligen sich an ihm und kommen einmal pro Woche mit ihrer Erzieherin in kleineren Gruppen in die Grundschule. „Das soll den Übergang zwischen Kita und Schule erleichtern“, erklärt Renate Krickel und kann bis dato nur von guten Erfahrungen aus der Pilotphase berichten. „Die Kinder lernen die Schule kennen und wir die Kinder. Dabei lässt sich auch schon sehr viel feststellen hinsichtlich eines möglichen Förderbedarfes.“

In der Wirtschaft wäre von einer klassischen „Win-win-Situation“ die Rede, im konkreten Fall ist ein Gewinner (noch) nicht zu erkennen. „Von der Clara-Fey-Kita haben 21 Vorschulkinder mitgemacht. Angemeldet worden sind aber nur sechs von ihnen“, nennt die Schulleiterin ein konkretes Beispiel, schränkt gleichwohl aber ein: „Vielleicht ist das Projekt zu knapp vor der Anmeldezeit gestartet worden.“ Endgültige Erkenntnisse sind so kurz nach Bekanntgabe der Zahlen nicht zu erwarten. Nur so viel sagt Krickel: „Wir haben das grundsätzliche Problem erkannt und werden darauf reagieren.“

Erste Reaktionen gibt es auch in der Grundschule Donnerberg. Zwar tut sich Hiltrud Breuer auf Anfrage unserer Zeitung schwer zu erklären, wie sie mit den derzeit vorliegenden 82 Anmeldungen umgehen wird. Aber sie ist sicher: „Bei dieser Zahl wird es nicht bleiben.“ Von einem Luxusproblem angesichts der Rückgänge an anderen Schulen will Breuer keinesfalls sprechen. „Das ist ein pädagogisches und organisatorisches Problem“, betont sie. „Wir arbeiten bei uns mit einem jahrgangsübergreifenden Konzept. Da sind 82 Kinder im ersten Jahrgang einfach zu viel“, so die Schulleiterin, die in den kommenden Tagen Eltern in Einzelgesprächen über mögliche Alternativen informieren will.

Eine verstärkte Nachfrage aus dem innerstädtischen Bereich der Hermannschule (Mühle/Velau), wie es die Zahlen vermuten lassen könnten, hat Hiltrud Breuer nicht festgestellt. „Natürlich gibt es von dort einen gewissen Zuzug. Aber dieser hat sich gegenüber den vergangenen Jahren nicht wesentlich geändert.“

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