Stolberg - Nudelbuffet: Mit Pasta dem guten Zweck gedient

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Nudelbuffet: Mit Pasta dem guten Zweck gedient

Von: Dirk Müller
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Wohltätigkeit geht auch beim zehnten Nudelbuffet wieder durch den Magen. Jung und Alt genießen köstliche Pasta und ein buntes Rahmenprogramm auf dem Kaiserplatz. Foto: D. Müller
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Fünf verschiedene Nudelgerichte werden von den ehrenamtlichen Helfern an der Essenausgabe freundlich serviert. Foto: D. Müller

Stolberg. Marianne und Gerhard Müller lassen es sich sichtlich gutgehen. Nach einer deftigen Portion Spaghetti ist der Nachtisch an der Reihe. Das Paar verspeist verzückt den Kuchen, während es den Klängen von der Bühne lauscht.

Die beiden gehören mit zu den Ersten, die den Kaiserplatz ab 12 Uhr bevölkern – sie haben sich aus dem niederländischen Kerkrade schon am Vormittag auf den Weg in die Kupferstadt gemacht. „Auch wenn wir in Holland leben, zum Nudelbuffet sind wir immer in Stolberg – seit zehn Jahren schon“, sagt Marianne Müller. „Und wir essen immer die leckeren Spaghetti“, ergänzt ihr Mann.

Für die Beiden sei es eine Selbstverständlichkeit, jedes Jahr dabei zu sein, denn Gerhard Müller sei ja schließlich in der Kupferstadt geboren: „Jedöft in der Vichtbach mit Ketschenburger Bier“, erklärt er. In einem Sprichwort geht die Liebe durch den Magen – in der Kupferstadt auch die Wohltätigkeit. Den Beweis erbringen erneut Hunderte Stolberger, die auf dem Kaiserplatz für den guten Zweck schlemmen und dabei gleich zwei Geburtstage feiern: Das kleinere der Jubiläen begeht das Nudelbuffet, das Hans-Josef Siebertz und rund 100 ehrenamtliche Helfern zum zehnten Mal ausrichten. Etwas höher fällt der runde Geburtstag des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) aus, das zu seinem 150-jährigen Bestehen vor dem historischen Rathaus eine Leistungsschau aufgebaut hat.

Hier können Blutzuckergehalt und Blutdruck gemessen werden, Herzmassagen und die Funktionsweise eines Defibrillators werden demonstriert, ein Boot der DRK-Wasserwacht sowie Rettungswagen und technisches Gerät können bestaunt werden und die Rotkreuz-Helfer stehen für interessante Erläuterungen bereit. Eine der Erklärungen, die sie bereitwillig abgeben, ist, dass die beiden Oldtimer am Rande des Kaiserplatzes heute nicht im Einsatz sind, sondern nur zu reinen Schauzwecken dort positioniert sind. Die Fragen danach sind indes durchaus berechtigt, denn bei den fahrbaren Altertümern handelt es sich um zwei alte Küchenwagen des DRK.

Doch selbst wenn diese Schmuckstücke noch in Koch-Funktion wären, hätten sie mit ihren begrenzten räumlichen Möglichkeiten wohl kaum die Masse der hungrigen Stolberger versorgen können, die von der Mittagszeit bis in den frühen Abend auf den Kaiserplatz strömt. Dazu bedarf es einer wahren „Zubereitungsmeile“ unter einem Zeltdach, in der „Bronco“ Siebertz, Kurt Herpertz, Dieter Brockmann, Franz-Josef Koke und Co. die Kellen schwingen und verschiedene Nudelgerichte im großen Stil kochen. Penne Arrabiata, Spaghetti Bolognese, Tortellini, Lasagne und Pasta Surprise stehen zur Auswahl – insgesamt 2000 Portionen.

Fleißige Mitglieder der Jungen Union servieren wieder kühle Getränke dazu und auch für den Nachtisch ist mit Tiramisu, Obst und Kuchen bestens gesorgt. Den Kaffee steuert das Möbelhaus Kaesmacher bei, Weine und Prosecco bietet Christian Clément von der Bodega am Alter Markt feil. An die kleinen Besucher des zehnten Nudelbuffets ist nicht nur mit der günstigen Familienkarte gedacht: Das Kinderschminken hat die Regenbogenschule übernommen, und das SKM-Spielmobil ist mit Hüpfburg und anderem kurzweiligen Zeitvertreib vor Ort. Alt und Jung werden ohnehin nicht nur von schmackhafter Pasta und dem guten Zweck angelockt, sondern auch von einem abwechslungsreichen Bühnenprogramm.

Moderator Josef Behlau kann den Gästen zunächst den Alleinunterhalter Frank Hoffmann präsentieren, der mit Stimme, Orgel und Trompete das Publikum gekonnt unterhält. Zwei weitere Programmpunkte liefert der Kupferstädter Kulturverein „City Starlights“, Frank Lavos sorgt mit Schlagern für gute Laune, und die Band „Fleuth 53“ kredenzt ihr Menü aus Rock und Pop, bevor „Diggi“ zum Abschluss Stimmungslieder und Ohrwürmer aus mehreren Jahrzehnten Musikgeschichte präsentiert. Für die Gäste aus Kerkrade steht am Ende fest: „Der Besuch hat sich gelohnt, nicht nur wegen der Spaghetti.“

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