Stolberg - Noch viele gute Leichtathletik-Talente in Stolberg

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Noch viele gute Leichtathletik-Talente in Stolberg

Von: Jan Schlegelmilch
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Stolberg. Peter Jandeleit grinst. „Das ist neu, den Kindern war es vorher zu laut”, erzählt der Wettkampfrichter und blickt auf seine gelbe Startklappe, deren Handhabung nicht ganz so leicht fällt, wie das Abfeuern des Startschusses aus der Pistole.

Doch die Veranstalter und Ausrichter der Leichtathletik-Hallenstadtmeisterschaft lassen eben nichts unversucht, um den Athleten die Wettkampfbedingungen so angenehm wie möglich zu machen.

Unverändert bleiben trotz aller Bemühungen dennoch die Meldezahlen. „Wir sind auf dem gleichen Level wie in den Vorjahren”, verweist Hans-Gerd Motter von der ausrichtenden LG Stolberg auf rund 80 Meldungen in den verschiedenen Altersklassen (Ergebnisse siehe Box). Das Engagement der Verantwortlichen ist noch größer als die Probleme, mit denen sich ein Wettkampf wie die Hallenstadtmeisterschaft konfrontiert sieht.

„Es wird eine Terminliste vom Leichtathletik-Kreis herausgegeben, da müssen wir uns immer herumschlängeln. Aber wir kollidieren immer mit irgendeiner Veranstaltung”, berichtet Peter Jandeleit von der problematischen Terminierung. Deswegen versuche man immer, die Stadtmeisterschaft mit einer überregionalen Veranstaltung kollidieren zu lassen. „Zwei bis drei Spitzenleute fehlen dann hier im Endeffekt.”

In der Sporthalle des Goethe-Gymnasiums werden aber nicht nur die besten Athleten der Vereine, sondern auch der jugendliche Nachwuchs vermisst. Bei den Bambinis - den Sechs- bis Achtjährigen - gehen nach wie vor viele Meldungen ein, „da stehen auch die Eltern noch hinter”, meint Jandeleit. „Aber die Zehn- bis 13-jährigen haben da schon andere Interessen. Die Ganztagsschule wird uns da noch mehr Einschnitte bringen.”

Nicht nur ein Stolberger Problem

Dabei ist insbesondere die Leichtathletik auf die Schulen angewiesen, um den Nachwuchs an den Sport heranzuführen. Die Hauptschule Kogelshäuserstraße hatte in der Vergangenheit immer mit einigen Schülern an der Stadtmeisterschaft teilgenommen, in diesem Jahr meldete jedoch überhaupt keine Schule. „Es ist immer eine Bereicherung wenn Schulen dabei sind”, bedauert Hans-Gerd Motter die kollektive Abwesenheit. Er weiß allerdings, dass die Teilnahme der Schulen an Wettkämpfen von der jeweiligen Förderung der Sportlehrer abhängt.

„Das ist aber nicht nur ein Stolberger Problem. Bei den Kreismeisterschaften gab es früher immer Vor-, Zwischen- und Endläufe, heute gibt es nur noch Endläufe”, bemerkt Jandeleit zur Entwicklung der Meldezahlen. Dabei bietet gerade die Leichtatletik in der Halle gute Trainingsmöglichkeiten unter Wettkampfbedingungen für die interessantere Freiluftsaison: „Die Hallensaison ist in erster Linie dafür da, um seine technischen Fähigkeiten zu verbessern und zu sehen, ob man sich gesteigert hat.”

Hans-Gerd Motter bringt es letztendlich auf den Punkt: „Die Leichtathletik hat Zukunft, man muss nur andere Konzepte finden. Es gibt immer noch viele gute Talente, die Bereitschaft ist nur geringer geworden.”
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