Niemand muss auf der Straße frieren

Von: Anja Klingbeil
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Stolberg. Die sibirische Kälte hat auch die Kupferstadt fest im Griff. Wohl dem, der ein wärmendes Zuhause hat. Denn wenn in der Nacht die Temperaturen in den zweistelligen Minus-Bereich rutschen, droht Wohnungslosen der Kältetod.

36 Obdachlose gibt es laut aktueller Statistik in Stolberg. Wie hoch die Dunkelziffer ist, kann niemand sagen. Die gute Nachricht: Frieren muss keiner von ihnen.

Im Stadtgebiet gibt es acht Häuser. In den insgesamt 35 Wohnungen ist Platz für jene Menschen, die auf der Straße leben und keinen festen Wohnsitz haben. „Es sind noch Kapazitäten frei”, sagt Katharina Oebel, Amt für Kinder, Jugendliche, Familie, Soziales und Wohnen. Wer sich dafür entscheidet, dort unterzukommen, kann in der Regel so lange bleiben, bis er eine neue eigene Bleibe gefunden hat. „Die meisten Fälle von Obdachlosigkeit, die wir in der Stadt haben, sind Menschen, die ihre Wohnung räumen mussten oder die gerade aus der Haft entlassen wurden”, sagt Katharina Oebel. Überzeugte Nomaden sind eher selten.

Zusätzlich stellt Stolberg zwei Notunterkünfte zur Verfügung. Darauf hat die Feuerwehr Zugriff. Wer also in der Nacht draußen angetroffen wird, kann dort unterkommen und am nächsten Morgen in der Regel in eines der anderen acht Häuser ziehen. So sind die Notunterkünfte immer wieder frei, um Menschen aufzunehmen. An den Wochenenden übernimmt die Polizei den Bereitschaftsdienst für das Sozialamt.

Und tatsächlich ist es so, dass, während Hoch „Dieter” die Kälte bringt, die soziale Wärme zunimmt. „Wir werden nicht nur von Einrichtungen angerufen, dass Menschen bei dem Wetter draußen sind, sondern auch viele Bürger melden sich”, sagt Katharina Oebel. Wer einen Obdachlosen bei frostigen Minusgraden auf der Straße sieht, kann sich direkt an das Sozialamt der Stadt unter ? 13-406 melden. Sozialarbeiterin Monika Kreder kümmert sich dann um die Menschen in Not.
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