Stolberg - Nicole Dürler neue Leiterin des Entwicklungsamtes

Nicole Dürler neue Leiterin des Entwicklungsamtes

Von: Jürgen Lange
Letzte Aktualisierung:
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Wohnt in der Altstadt und fühlt sich in Stolberg wohl: Die 37-jährige Nicole Dürler hat die Leitung des Entwicklungs- und Planungsamtes der Stadt übernommen. Foto: J. Lange

Stolberg. Die ersten Lektionen Stolberger Platt hat sie zwar schon gelernt, aber der Dialekt verrät (noch), dass die neue Leiterin des Entwicklungs- und Planungsamtes aus dem Schwäbischen kommt. Nicole Dürler stammt aus Lichtenstein.

Die Gemeinde liegt im Kreis Reutlingen bei Stuttgart und ist bekannt durch das Schloss Lichtenstein, das 1840-42 angeregt durch den Roman „Lichtenstein” von Wilhelm Hauff, im Stil des Mittelalters entstand - abseits gelegen und anders im Aussehen als einst die historische Burg.

Im Schatten der Stolberger Burg, die historisierend erneuert worden war, hat Nicole Dürler inzwischen ihre Zelte aufgeschlagen und wird mit den Sonnen- und Schattenseiten der Innenstadt nicht nur in ihrem Büro im fünften Stock des Ratshauses, sondern auch im persönlichen Alltag konfrontiert.

„Ich bin einmal gespannt auf die Ergebnisse des Entwicklungskonzeptes für die Talachse”, sagt die neue Abteilungsleiterin; die Auftaktveranstaltung des von ihrer Kollegin Renate Geis betreuten Projektes erfolgt Ende des Monats.

Wo man leben will...

„Man muss in der Stadt wohnen, um zu wissen, wo und wie man leben will”, meint Nicole Dürler, fühlt sich in der Kupferstadt wohl und weiß die Vorteile ihrer internationalen Lage im Dreiländereck zu schätzen. Im Sommer ist es nicht weit zur Küste, wo die 37-Jährige in der Freizeit aufs Surfbrett steigt. Nah liegen die Metropolen und schmucke Städte an Rhein, Ruhr und Maas; und die Landschaft von Eifel und Venn bietet zahllose Motive für das Hobby des Fotografierens. Wenn neben der Arbeit Zeit bleibt, denn im Mittelpunkt der Tätigkeit steht neben der Leitung des sechsköpfigen Amtes weiterhin die Sachbearbeitung - beispielsweise die Bauleitplanung für die „Belgische Schule”, die Gewerbeerweiterung am Birkenfeld und das Sportzentrum auf dem Dörenberg, abwechslungsreiche und spannende Projekte, die alle ihre eigene Herausforderung bieten.

Ihre persönliche Herausforderungen begannen für Nicole Dürler nach dem Abitur mit einer Schreinerlehre in der Schwäbischen Alb, bevor sie an der Technischen Universität Stuttgart Architektur und Städtebau mit dem Schwerpunkt Stadtplanung studierte. Doch nach dem Diplom in 2000 reizte erst einmal der Job mehr, der zur Finanzierung des Studiums beigetragen hatte: Eineinhalb Jahre lang engagierte sie sich bei einem britischen Unternehmen, das im Raum Stuttgart Dichtungen und Automobiltechnik für Formel-1- und Serienfahrzeuge entwickelte. Dann kam die Rückbesinnung auf die Tugenden des Studiums: Nicole Dürler absolvierte das zweijährige Referendariat bei der Bezirksregierung Freiburg, in dessen Rahmen sie neun Monate in Lahr im Schwarzwald eingesetzt war.

2004 folgte der Schritt in die Selbstständigkeit, um sich an dem Landeswettbewerb „Werkstatt Innenstadt” in Rheinland-Pfalz zu beteiligen, bevor sie eine befristete Stelle in Datteln übernahm.

Hier, an der Grenze zwischen Münsterland und Ruhrgebiet, lernte Dürler Nordrhein-Westfalen als Lebensumfeld schätzen und bewarb sich in Stolberg, als die Stelle von Gabi Hergarten ausgeschrieben wurde, die nach Aachen zurückgekehrt war.

So betreut Nicole Dürler seit dem Spätsommer die planungsrechtlichen Nacharbeiten des Kaufland-Projektes und die städteregionale Zusammenarbeit, als ihr nach der Pensionierung von Vorgänger Walter Pfeffer im Oktober die Leitung des Amtes angeboten wurde.

„Stolberg hat viele schöne und nette Ecken”, meint Dürler nach inzwischen über einjähriger Erkundung der Kupferstadt. Und es gibt viele Punkte, die man städtebaulich stärken könnte. Die Herausforderung wird sein, wie das im engen finanziellen Rahmen geleistet werden kann.
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