Neunter Einbruch: Stolberger Kripo kann Zigaretten-Diebe nicht fassen

Von: -jül-
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Bergeweise haben unbekannte Täter mittlerweile Zigaretten in Büsbacher erbeutet. In das Tabakwarengeschäft Hubo wurde bereits neun Mal eingebrochen.. Foto: imago/momentphoto/Robert Michael

Stolberg-Büsbach. Wenn man sich in der Stadt umhört, dann ist alles klar. Auf der Mühle, so wollen es Stolberger wissen, sollen sie preiswert unter der Hand zu erwerben sein, Zigaretten-Packungen, die zuvor gestohlen wurden. Bei Einbrüchen, über die die Polizei selten berichtet, die aber beispielsweise in Büsbach schon zur Tagesordnung zu gehören scheinen.

 Ein Ziel ist dabei immer wieder das Reisebüro und Tabakwarengeschäft Hubo an der Ecke von Bischof- und Konrad-Adenauer-Straße. Machtlos scheint die Stolberger Kriminalpolizei den Umtrieben gegenüber zu stehen. Nicht einmal mehr die Mühe, mit einem Fahndung Hinweise auf den Täter zu erlangen, machen sich die Beamten auf der Hauptwache an der Mauerstraße. Und das, obwohl ausreichendes Bildmaterial aus Überwachungskameras vorliegt.

Dabei wurde „Hubo“ in den frühen Morgenstunden des 1. Mai zum neunten Mal zu einem Tatort. Gegen 3.30 Uhr wurde die Eingangstüre des Tabakwarengeschäfts eingeschlagen. Der maskierte Täter stieg ein und bediente sich in aller Ruhe in den Auslagen. Stangenweise nahm er Zigaretten mit – obwohl er von Überwachungskameras gefilmt wurde, was er offensichtlich wissentlich in Kauf nahm.

Seit den ersten Taten Ende 2011 hat die Inhaberin kontinuierlich „aufgerüstet“. Eingeschlagene Schaufensterscheiben wurden durch stärkeres Glas ersetzt, Alarm- und Überwachungskameras kontinuierlich erweitert.

Es muss einen höllischen Lärm gemacht haben, als der Täter in der Mainacht eingestiegen ist. Reaktionen oder Hinwiese der zahlreichen Anwohner am Büsbacher Markt bleiben aus. Sie haben offensichtlich bewusst weggeschaut, schütteln auch Kollegen der betroffenen Geschäftsfrau, deren Nerven angesichts des wiederholten Übels längst blank liegen, mit Unverständnis den Kopf.

Besonders dreist ging ein Täter im vergangen Oktober vor, nachdem er ein Schaufenster an der Bischofstraße mit einem Pflasterstein eingeschlagen hatte. Vier Mal stieg er zu seinen Beutezügen in den Laden ein, um die Zigaretten abzutransportieren. Anschließend sammelte er in aller Ruhe die Scherben auf dem Gehweg ein und versteckte sie im nahen Gebüsch. Ein paar Tage später, am Nikolaustag, versuchte ein Täter dann die Notverglasung zu überwinden. Doch das Loch im Glas war vermutlich zu klein und zu scharfkantig für einen weiteren Raubzug.

Vor einem Jahr wurde der Laden gleich vier Mal innerhalb eines Monats überfallen. Dagegen hatte die Polizei nur ein einziges Mal Glück. Eine sechsköpfige Gruppe Jugendlicher wurde überführt. Geahndet wurde die Tat durch das Ableisten von Sozialstunden, berichtet Polizeisprecher Paul Kemen auf Anfrage.

Zu den anderen Fällen „laufen die Ermittlungen weiter“, sagt Kemen und bedauert, dass seinen Stolberger Kollegen „fast keine oder nur kaum verwertbare Hinweise“ vorliegen. Die Ermittlungen konzentrieren sich offenbar auf ein, zwei Spuren, die aber intensiv verfolgt würden.

Während die Stolberger Kripo noch nicht mit Erfolgsmeldungen aufwarten kann, wächst die Angst bei der Inhaberin vor weiteren Taten.

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