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Neujahrskonzert: Ovationen für den brillanten Musikgenuss

Von: Marie Luise Otten
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Attraktiver Musikgenuss im eindrucksvollen Gotteshaus (v.l.): Dr. Verena Fritz (Sopran), Corinna Heller (Sopran) und Martina Küpper (Alt) sowie Franz Körfer mit Orchester und den Chören beim Konzert in der Büsbacher Pfarrkirche St. Hubertus. Foto: Otten

Stolberg-Büsbach. Großer Andrang herrschte am Sonntagnachmittag in der Pfarrkirche St. Hubertus Büsbach, und das zu Recht. Das faszinierende Chor- und Orchesterkonzert, das die Kirchenchöre St. Hubertus Büsbach und St. Barbara Breinig zusammen mit der Musikalischen Gesellschaft Breinig gestalteten, hinterließ mit dem weihnachtlich geprägten Programm einen hervorragenden Eindruck.

Auch die Solisten Dr. Verena Fritz (Sopran), Corinna Heller (Sopran), Martina Küpper (Alt), Birgitta Pommerening (Oboe), Bernd Schulz (Oboe) sowie Günter Jansen (Basso Continuo, Orgel) trugen zu diesem Freude vermittelnden Musikgenuss bei. Unter dem wechselnden Dirigat von Dieter Beißel und Franz Körfer spielten und sangen die engagierten Musikerinnen und Musiker mit außerordentlichem Können und ebensolcher Ausdruckskraft. Sichere Einsätze und stimmliche Ausgewogenheit waren selbstverständlich.

Nach einem informativen Grußwort von Pastor Jürgen Urth machte Dieter Beißel und das Orchester der Musikalischen Gesellschaft den Anfang mit der „Sinfonie Nr. 5 in D-Dur“ vom späten englischen Barockkomponisten William Boyce, der neben Händel das britische Musikleben beherrschte. Auf einen festlichen, pompösen Einleitungsteil folgten zwei kürzere graziöse Tanzsätze (Gavotte und Menuett).

Während die schlichte Chorkantate „In dulci jubilo“ von Dietrich Buxtehude für den Zuhörer schwerer zugänglich wirkte, war das über 500 Jahre alte „Ave Maria“ von Giulio Caccini, das eine der schönsten der vielen Vertonungen dieses Textes ist, erheblich stimmungsvoller. Dr. Verena Fritz sang es brillant und ohne Anstrengung mit angenehm dezenter Begleitung, wie überhaupt das Orchester jederzeit die Sänger hervorragend stützte, ohne sie in stimmlich schwierigen tiefen Lagen zuzudecken.

Andächtige Stille

Für das „Konzert für zwei Oboen und Streicher, Opus 9, Nr. 3“ von Tomaso Albinoni, dem bedeutendsten italienischen Zeitgenossen Bachs, hatte das Orchester Birgitta Pommerening und Bernd Schulz gewinnen können, die auf ihren Instrumenten für strahlenden Glanz sorgten.

Es folgten Choräle und die Echo-Arie aus dem „Weihnachtsoratorium“ von Johann Sebastian Bach. In „Ich steh’ an deiner Krippen hier“ aus der 6. Kantate sowie „Jesus richte mein Beginnen“ aus dem vierten Teil gelang den Chören eine mustergültige Interpretation. Corinna Heller und Dr. Verena Fritz gestalteten die sensible Echo-Arie „Flößt, mein Heiland“ schön und eindrucksvoll.

Der Höhepunkt dieses geistlichen Konzertnachmittages war das hier selten zu hörende „Magnificat“ für Soli, Chor, zwei Oboen, Streicher und Basso Continuo von Antonio Vivaldi. Solopassagen von Corinna Heller, Dr. Verena Fritz und Martina Küpper wechselten mit Tutti-Stellen. Der Chor zeigte sich von seiner besten Seite, unterstrich sein Gefühl für Dynamik und verwöhnte das Publikum mit sicherer Intonation, Klangfülle und Leuchtkraft. Bachs Schlusschoral „Ach, mein herzliebes Jesulein“ aus dem ersten Teil des „Weihnachtsoratoriums“ ließ den rundum gelungenen Konzertnachmittag ausklingen, wobei, wie schon eingangs bei der Boyce-Sinfonie, die Trompeten durch ihr brillantes und makelloses Spiel glänzten. Am Ende herrschte wundervolle, andächtige Stille. Dann aber applaudierten die Besucher Minuten lang stehend für die glanzvolle Darbietung.

Mit dem gemeinsam gesungenen „Stille Nacht, heilige Nacht“, in der in Büsbach schon seit langem bekannten und beliebten Bearbeitung von Hermann-Josef Schulte, endete wiederum ein schon zur Tradition gewordenes Neujahrskonzert in der Pfarrkirche St. Hubertus.

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