Neue Sekundarschule nimmt konkrete Formen an

Von: Michael Grobusch
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Jörg Klein und Petra Mersmann leiten zunächst kommissarisch die neue Sekundarschule, die Anfang september ihren betrieb aufnehmen wird. Foto: M. Grobusch

Stolberg. In dieser Woche ist das Wort „geplant“ von der Homepage entfernt worden. Das wurde auch Zeit, schließlich steht seit dem 14. März fest, dass mit dem Erreichen der erforderlichen 75 Anmeldungen das letzte Hindernis auf dem Weg zu Stolbergs erster Sekundarschule ausgeräumt worden ist.

Am 4. September wird sie den Betrieb aufnehmen, die Vorbereitungen laufen aber bereits jetzt auf Hochtouren. Eine wichtige Grundlage ist mit der Ernennung der zunächst kommissarischen Schulleitung geschaffen worden. Wenig überraschend hat sich die Bezirksregierung bei der Besetzung der Spitzenposition für den bisherigen Leiter der Hauptschule Kogelshäuserstraße, Jörg Klein, entschieden.

Ihm zur Seite steht Petra Mersmann, die anfangs 2. Konrektorin an der Realschule I war und seit dem 1. Februar dort stellvertretende Leiterin ist. Beide arbeiten zunächst jeweils zur Hälfte in ihrer alten und der neuen Position, im Sommer erfolgt die 100-prozentige Abordnung. „Ab dann haben wir rein formal mit unseren bisherigen Schulen nichts mehr zu tun“, erklärt Klein.

Gerade für ihn ist diese Trennung von Bedeutung, wechselt er doch die Schule, nicht aber das Gebäude. Denn die Sekundarschule wird in den Räumen der dann auslaufenden Hauptschule in der Velau untergebracht. Das wird naturgemäß für viele Kontakte und Überschneidungen sorgen. Dennoch legt Jörg Klein großen Wert auf die Feststellung, „dass wir es vom ersten Tag an mit einer neuen, eigenständigen Schule zu tun haben“.

Und mit einem eigenständigen Kollegium. Neben den beiden Schulleitern werden zu diesem voraussichtlich sechs Fach- sowie weitere Förderlehrer gehören. Die Zahl der Letztgenannten hängt ab von der Zahl der Schüler mit Förderbedarf, die in den drei Eingangsklassen einen Platz finden werden. „Wir sind in guten Gesprächen mit der Bezirksregierung“, setzt Petra Mersmann auf einen günstigen Personalschlüssel.

Der dürfte im Vergleich zu den übrigen weiterführenden Schulen schon alleine deshalb gewährleistet sein, weil der so genannte „Teiler“ für Sekundarschulen großzügiger bemessen ist: Demnach kommt rechnerisch auf 16,27 Schüler ein Lehrer, bei den übrigen Schultypen liegt dieser Wert bei über 20.

„Wir wollen möglichst viel in Doppelbesetzung unterrichten“, unterstreicht Mersmann den Anspruch der neuen Schule. Und den Ansatz des „gemeinsamen Lernens in einer heterogenen Gruppe“. Dafür werden die Klassen überschaubarer sein als an Gymnasium, Real- und Gesamtschule.

Die 80 angemeldeten Kinder werden sich auf zwei 27er- und eine 26er-Klasse verteilen. „Das ist besser als 31“, gibt Jörg Klein zu bedenken. Und entspricht seiner Meinung nach uneingeschränkt dem Prinzip des gemeinsamen Unterrichts in kleineren Gruppen, mit dem die Stadt und Klein als deren Berater im Vorfeld des Anmeldeverfahrens geworben hatten.

Während sich die Schulleitung in den kommenden Wochen weiter vornehmlich um die Zusammenstellung des Teams sowie die Auswahl der Lehrmaterialien (und damit die Festlegung von Unterrichtsschwerpunkten) bemühen wird, muss die Stadt hinsichtlich der Raumplanung und -gestaltung ihre Hausaufgaben machen.

„Wir haben demnächst zwei Schulleitungen in einem Haus. Somit benötigen wir auch zwei Verwaltungstrakte“, weiß Bürgermeister Ferdi Gatzweiler. Darüber hinaus soll noch ein Naturwissenschaftsraum geschaffen werden – allerdings erst im Laufe des Premierenschuljahres.

„Anbauen werden wir aber sicherlich nicht“, sagt Fachbereichsleiter Willi Seyffarth mit einem Augenzwinkern. Das hängt natürlich auch damit zusammen, dass für bauliche Maßnahmen lediglich 115.000 Euro im städtischen Haushalt zur Verfügung stehen. In erster Linie aber hält sich der Handlungsbedarf in Grenzen, weil die Schule an der Kogelshäuserstraße vor gerade einmal zwei Jahren für gut 2,7 Millionen Euro saniert und erweitert worden ist.

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