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„Naziterror einst und heute”: Opfern Namen geben

Von: ng
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In der Ausstellung „Naziterro
In der Ausstellung „Naziterror einst und heute” werden den Opfern Namen und Gesichter gegeben. Foto: N. Gottfroh

Stolberg. Schnappschüsse, Portraits, und Namen. Viele Namen. Jakob Heimann, Kurt Hertz, Elisa Hommel oder Regina Zinader - das sind nur vier Stolberger Bürger, die unter dem Terrorregime der Nationalsozialisten in Konzentrationslagern ihr Leben lassen mussten.

Menschen wie sie stehen im Mittelpunkt der Ausstellung „Naziterror einst und heute”, das das Bürgerlichen Bündnis gegen Radikalismus seit Mittwoch im Rathaus zeigt. „Die Nazis kommen immer wieder nach Stolberg und tun so, als weinten sie um ein Menschenleben - dabei haben sie selbst so viele Menschen auf dem Gewissen”, sagt Karen Lange-Rehberg, die den historischen Teil der Ausstellung zusammengestellt hat, bei der Eröffnung der Dokumentation. „Wir müssen dafür sorgen, dass es nicht noch einmal so weit kommt, dass der Hass nicht die Oberhand gewinnt”, sagt sie.

Doch dass trotz aller Widerstände gegen Nationalsozialistische Gruppierungen auch Jahrzehnte nach dem Zusammenbruch des „Dritten Reiches” noch Menschen gibt, die andersartige Menschen bedingungslos hassen, zeigt Turgay Sacu, Vorsitzender der Stolberger Ditib-Gemeinde und Mitglied im Bündnis. Und dokumentiert in der Ausstellung, wie Nazimorde im neuen Jahrtausend aussehen.

Dabei blickt er besonders auf die Zwickauer Nazi-Zelle, die grundlos Geschäftsleute türkischer Herkunft hingerichtet haben. „Es ist eine Schande, dass so etwas in Deutschland passiert”, sagt Sacu. „Wir müssen die Menschen deshalb immer wieder aufrütteln”. Und vielleicht kommen Sacu, Lange-Rehberg und ihre Mitstreiter ihrem Ziel mit dieser Ausstellung ein Stück näher.

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