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Nähe zu Aachen: Die Grundstückspreise steigen stetig

Von: Elisa Zander
Letzte Aktualisierung:
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Baugrundstücke werden auch bei uns immer teurer. Foto: Imago

Stolberg. Wer bauen oder eine Immobilie kaufen möchte, muss derzeit tief in die Tasche greifen. Und es wird noch teurer. Experten gehen davon aus, dass Immobilien- und Grundstückspreise weiter steigen werden. Der teilweise drastische Trend lässt sich auch aus dem neuen Grundstücksmarktbericht lesen, den der Gutachterausschuss in der Städteregion vorgelegt hat.

Im ehemaligen Aachener Kreisgebiet sind die Preise nahezu konstant. So auch in Stolberg. In Schevenhütte liegt der Preis für Wohnbaufläche pro Quadratmeter wie in den beiden vorangegangenen Jahren bei 120 Euro. In Breinig stieg der Quadratmeterpreis hingehen an: Von 260 (2011) auf 270 (2012) und schließlich auf 290 Euro (2013). Mit der „Nähe“ und der dortigen „Orientierung nach Aachen“ erklärt sich der Gutachterausschuss den Preisanstieg, erzählt dessen Geschäftsführer Paul Harzon.

Spitze in der Städteregion, was die Baulandpreise betrifft, ist die Stadt Aachen. Hier müssen Bauherren, etwa wenn sie im Südviertel der Stadt ein- oder zweigeschossig bauen möchten, 540 Euro pro Quadratmeter auf den Tisch legen. „Wir haben eine riesige Spanne“, sagt Harzon. Die Region lasse sich preislich in Ringen lesen: In der Eifel liegen die Grundstückspreise im Schnitt zwischen 30 und 100 Euro, Baesweiler, Alsdorf, Eschweiler und Stolberg durchschnittlich bei 100 bis 200 Euro und schließlich Herzogenrath, Würselen und Breinig zwischen 200 und 300 Euro.

„Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis“, sagt Paul Harzon. Und der Trend gehe dahin, wieder in die Stadt zu ziehen. „Vielleicht sind die Menschen heute nicht mehr bereit, weite Wege zu fahren, zum Beispiel zur Arbeit“, überlegt Harzon. Besonders gefragt sind Eigentumswohnungen in innerstädtischen Top-Lagen. Da sind Quadratmeterpreise von 4500 Euro keine Seltenheit. Auch die Aachener Bereiche Burtscheid und Laurensberg sind gefragt. Dort sind Käufer bereit, 30 Prozent mehr als den vom Gutachterausschuss ermittelten Sachwert der Häuser zu zahlen. Ein Preisaufschlag, den die Leute der Lage wegen tragen.

In den vergangenen zwei Jahren gab es in der Stadt Aachen Immobilienrekordumsätze von rund 554 Millionen Euro, in den restlichen Städteregionskommunen lagen die Umsätze bei 480 Millionen Euro; nach 520 Millionen Euro Umsatz im Jahr 2011 der zweithöchste Wert innerhalb von zehn Jahren. Von einer „Immobilienblase“ will Paul Harzon aber nicht sprechen. „Dazu ist unser Markt zu transparent, vor allem im Vergleich zu anderen europäischen Ländern. An einigen Stellen gibt es Spitzenwerte, aber ob das so bleibt, ist eine Frage von Zinspolitik, wirtschaftlicher Lage und Trends. Vielleicht geht man irgendwann wieder raus aus der Stadt und weg von Eigentumswohnungen.“ Die deutlichen Preisunterschiede bei Grundstücken und Immobilien kommen aber nicht plötzlich. „Schon zu Kreiszeiten waren die Preise in den Außenbereichen deutlich niedriger“, erinnert sich Harzon. „Diese Stufen haben sich bis heute nicht verändert.“

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