„Nacht der Ausbildung“ entwickelt sich zum Erfolgsmodell

Von: Dirk Müller
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Bei KME an der Frankentalstraße hat man mit jungen Damen gute Erfahrungen. Auch am Wochenende war das Interesse der Schülerinnen groß. Foto: D. Müller
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Hunderte junge Menschen haben am Freitag an der Stolberger Nacht der Ausbildung teilgenommen. Foto: Dirk Müller
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Hunderte junge Menschen haben am Freitag an der Stolberger Nacht der Ausbildung teilgenommen. Foto: Dirk Müller
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Hunderte junge Menschen haben am Freitag an der Stolberger Nacht der Ausbildung teilgenommen. Foto: Dirk Müller
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Hunderte junge Menschen haben am Freitag an der Stolberger Nacht der Ausbildung teilgenommen. Foto: Dirk Müller
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Hunderte junge Menschen haben am Freitag an der Stolberger Nacht der Ausbildung teilgenommen. Foto: Dirk Müller
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Hunderte junge Menschen haben am Freitag an der Stolberger Nacht der Ausbildung teilgenommen. Foto: Dirk Müller
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Hunderte junge Menschen haben am Freitag an der Stolberger Nacht der Ausbildung teilgenommen. Foto: Dirk Müller

Stolberg. Zugegebenermaßen früh ist die erste Stolberger Nacht der Ausbildung um 16 Uhr gestartet, und schon während der ersten Stunde zeichnete sich ab, dass dieses Angebot von Kupferstädter Unternehmen ein Erfolgsmodell ist.

Waren vorherige Varianten der Aktion noch auf ein industrielles Quartier beschränkt, so verdiente die Erste Stolberger Nacht der Ausbildung ihren Namen, denn sieben Betriebe nahmen diesmal von der Zweifaller bis hin zur Nikolausstraße teil und informierten über 20 verschiedene Ausbildungsberufe sowie drei duale Studiengänge.

So waren Hunderte junge Menschen, teils mit ihren Eltern, unterwegs, um sich beruflich zu orientieren und Antworten auf die Frage zu finden „Was mache ich nach der Schule?“. Pünktlich zu Beginn saßen die ersten Schüler schon im Shuttle-Bus, der kostenlos zwischen den Unternehmen pendelte, und in dem Berufsberater der Agentur für Arbeit die jungen Menschen über ihre Tätigkeit und natürlich über die angebotenen Ausbildungsgänge aufklärten. Der Bus startete bei Aurubis, wo für die Nacht der Ausbildung eigens ein großes Zelt aufgebaut war, das sich bereits um 16.10 Uhr mit zahlreichen Jugendlichen, zum Teil in Begleitung ihrer Eltern, füllte.

„Kupfer ist Zukunft“, erfuhren die Interessierten hier, dass jenes Übergangsmetall nicht nur historische Bedeutung für die Kupferstadt Stolberg hat. Übersichtliche Schau­tafeln und vor allem viele Einzelgespräche halfen, Ausbildungsberufe besser kennenzulernen, ein kleiner Imbiss stärkte für die weitere Nacht der Ausbildung, und auch Betriebsführungen waren möglich und wurden gerne angenommen. Auf den Service des Shuttle-Busses verzichteten Rebecca Schümmer und Pascal Bender, denn ihre nächsten Ziele waren fußläufig zu erreichen: „Wir schauen jetzt in die Ausbildungswerkstatt von Prym hinein“, beschrieb Bender. Der 18-Jährige besucht noch die Realschule in Mausbach und hat sich für eine handwerkliche Ausbildung entschieden.

Rebecca Schümmer (15) zieht es nach der Real- auf die Höhere Handelsschule. „Ich finde es richtig gut, dass man sich an einem langen Nachmittag über so viele Ausbildungsmöglichkeiten in Stolberg informieren kann, und vor allem, dass man die Auszubildenden selbst fragen kann“, meinte Schümmer.

Eben darin lag sicherlich der Erfolg der Nacht der Ausbildung begründet: In allen teilnehmenden Betrieben standen Auszubildende und junge Angestellte den Schülern Rede und Antwort, gingen auf sie zu und teilten ihre Erfahrungen mit ihnen. Die Information wurden aus erster Hand und auf Augenhöhe weitergegeben.

Von Prym aus konnte es zu den nur wenige entfernten Unternehmen Dalli und Mäurer und Wirtz gehen. Auch dieser Standort erfreute sich großen Interesses, mehr als 100 Besucher strömten dort zur Nacht der Ausbildung – wohl bemerkt in den ersten 50 Minuten der Aktion, die fünf Stunden lang andauerte. Präsentationen, Infostände, Seifenpresse, Kaffee und Kuchen, Duftproben und mehr wurden geboten, doch auch hier standen die persönlichen Gespräche und die Erfahrungsberichte im Vordergrund. Ebenso bei der Energie- und Wasserversorgung GmbH, die ihre Pforten am Willy-Brandt-Platz geöffnet und neben zwei Ausbildungsberufen auch zwei duale Studiengänge „im Angebot“ hatte.

Bei KME an der Frankentalstraße war die Ausbildungswerkstatt auch für viele Schülerinnen interessant. „Das ist schön, denn wir haben mit jungen Damen schon gute Erfahrungen gemacht“, sagte Leo Bergstein, der für das KME-Personal verantwortlich ist. Wie seine Kollegen ist Bergstein generell sehr positiv überrascht von der großen Resonanz auf die Nacht der Ausbildung: „Das freut mich ungemein, vor allem für die vielen Auszubildenden und jungen Mitarbeiter, die sich bei der Aktion äußerst engagiert einbringen. Das ist nicht selbstverständlich.“

Eine der aktiven Azubis war Christine Volmar, im zweiten Ausbildungsjahr zur Industriekauffrau bei Saint-­Gobain. Sie informierte die Jugendlichen in der Nacht der Ausbildung über das Unternehmen mit internationaler Ausrichtung, das fünf verschiedene Ausbildungsgänge und einen dualen Studiengang anbietet. „Die Schüler sind sehr interessiert“, berichtete Volmar – und dass nicht nur nach dem Ausbildungsalltag und Prüfungen gefragt worden sei, sondern etwa auch nach dem Betriebsklima bei Saint-Gobain.

„Dass auch solche Informationen aus erster Hand kommen, ist für die Schüler bestimmt von besonders großer Qualität“, erklärte die Auszubildende, die betonte, sie könne mit gutem Gewissen weitergeben, mit dem Betriebsklima glücklich zu sein.

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