Stolberg - Musiksommer auf neuen Wegen: Orgel trifft Kino

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Musiksommer auf neuen Wegen: Orgel trifft Kino

Von: mlo
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leinen orgel
Ralph Leinen improvisiert auf der Wilbrand-Orgel der St.-Lucia-Kirche Filmsoundtracks der vergangenen Jahrzehnte und begeistert seine Zuhörer mit vielen innovativen Einfällen. Foto: mlo

Stolberg. Das fünfte Konzert im Rahmen des Stolberger Musiksommers verband in der katholischen Kirche St. Lucia die Elemente Orgel und Kino. Interpret Ralph Leinen präsentierte auf der Wilbrand-Orgel auswendig improvisierte Fassungen der Filmsoundtracks der vergangenen Jahrzehnte.

Angefangen mit „Die glorreichen Sieben” über „Robin Hood” bis zu „Fluch der Karibik” - und ließ den Abend für die zahlreichen Zuhörer zu einem unvergesslichen Höhepunkt werden. Diese spendeten am Ende stehend Applaus für den Künstler aus Aachen-Brand.

Als musikalische Untermalung für manche Weltraumschlacht zählen die Soundtracks aus „Star Wars” von John Williams bis heute zu den erfolgreichsten Filmmusiken der Filmgeschichte. Die Orgel war prädestiniert für die Eingangsstücke „Prolog”, „Darth Vaders Theme” und „The Throne Room”. Grandiose Melodiebögen wechselten mit kampfmutigen Klängen und Marsch-Rhythmen sowie zahlreichen filigranen und träumerischen Tönen.

Der mehrfache Oscar- und Grammy-Gewinner John Williams, seit den 70er Jahren zu den weltweit bekanntesten Filmkomponisten gehörend, erlangte besondere Berühmtheit durch seine Arbeit mit dem Regisseur Steven Spielberg (Indiana Jones, 1981; Schindlers Liste, 1993), die der Allroundmusiker stilecht und glanzvoll interpretierte. John Barry, britischer Filmkomponist und Arrangeur war mit „Jenseits von Afrika” vertreten.

Gute-Laune-Musik schrieb El­mer Bernstein für den John-Sturges-Western „Die glorreichen Sieben”. Schmunzeln in den Gesichtern der Zuhörer ließ „Miss Marple” vernehmen im Zug 16.50 Uhr ab Paddington, und nostalgisches Flair gab es mit „Der Pate”.

Für über 500 Filme schrieb der italienische Komponist und Dirigent Ennio Morricone Musik. 1964 begann er seine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Oscarpreisträger Sergio Leone, einem Klassenkameraden, dessen Italo-Western heute Kultfilme sind. Ralph Leinen hatte sich in Stolberg für „Cinema Paradiso” (1988) und „Zwei glorreiche Halunken” (1964) entschieden.

Letzteres Stück unterschied sich stark von den traditionell symphonischen Western-Soundtracks aus Hollywood dank brillanter Instrumentierung und innovativer Einfällen. Dank geht an den Arbeitskreis des Musiksommers, der mit diesem Angebot Neuland betrat, und das mit so viel Anerkennung.
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