Stolberg - Musikalische Reise über England bis China

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Musikalische Reise über England bis China

Von: hal
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Auf ihren Nachwuchs ist die Harmonia besonders stolz. Foto: G. Halili

Stolberg. „Es erstaunt mich überhaupt nicht, dass die Reihen bis zum letzten Platz ausgefüllt sind. Bei diesem breit gesteckten Repertoire ist sicherlich für jeden Musikgeschmack etwas dabei“, sagt ein Kenner der Szene vor den ersten Klängen des Konzerts. Er ist mittlerweile inaktives Mitglied des Ersten Stolberger Akkordeon-Orchesters Harmonia.

Dass hier ein vielfältiges und abwechslungsreiches musikalisches Programm geboten wird, scheint indes die Runde gemacht zu haben; denn zum Frühjahrs- und Herbstkonzert sind bereits seit einigen Jahren die Plätze im Kulturzentrum Frankental immer wieder restlos belegt.

So begaben sich die zahlreichen Besucher auch diesmal wieder mit Carlo Plaum, dem holländischen Dirigenten, der für seine stets lockere, lebendige Art und Weise bekannt ist, auf eine klassisch-musikalische Reise. Von original-klassisch über Jazz und Pop wurde Abwechslungsreiches geboten.

Pünktlich kehrte Stille und Ruhe im Saal ein, und die Blicke der Zuhörer richteten sich auf die stilvoll mit bunten Blumen geschmückte Bühne. Gestartet wird zunächst mit allen Harmonia-Kiddys. Darauf ist der Verein sehr stolz, denn er legt großen Wert auf eine familiäre Atmosphäre und ermöglicht den Kindern, bereits recht jung vor großem Publikum zu spielen. Das gelingt nun schon seit Generationen. Manch einer hat seine Kinder jahrelang zum Musikunterricht gefahren, und erlebt jetzt schon die Enkelkinder auf der Bühne.

Hörbar professionell spielten die jungen Musikalisten „Tadadadaaah“ – mit der Unterstützung von Carlo Plaum, der auch das Arrangement des Stückes übernommen hatte. Ergänzt und in Szene gesetzt wurde die musikalische Darbietung durch aufgesetzte dunkle Brillen und viel Mimik.

Das Stück „Wir sind 3“ präsentierten Mara und Liv Körting. Auch die Nachwuchsinstrumentalisten Nico Marx und Maxi Blaser überzeugten solistisch mit „Unter Palmen“ von Alexander Jeckic und „Funerale in Primavera“, ein Arrangement von Carlo Plaum, bevor es anschließend im Duett mit dem „Akkordeon-Blues weiterging.

Für ihr wahrlich musisches Können – und das vor einem relativ großen Publikum – erhielten die jungen Künstler ihren verdienten und lautstarken Applaus.

Nach ihnen nahmen die Musiker des großen Orchesters ihre Plätze auf der Bühne ein. Mit der instrumentalen Ouvertüre von Franz von Suppè, die den Titel „Ein Morgen, ein Mittag, ein Abend in Wien“ trägt, hatte man ein recht schwieriges, klangvolles und voluminöses Stück in einem Arrangement von Curt Herold ausgewählt.

Beeindruckend für Augen und Ohren war zudem das im Hintergrund agierende Schlagwerk-Trio. Nach weiteren Stücken ging die musikalische Reise mit dem neunköpfigen Ensemble unter der Leitung von Elke Hoffmann-Kittel weiter. Musik zum Aufwärmen, so Plaum, sei „Rhapsodie“ von Michael Salamon. Es folgte ein Walzer „Milinga del Angel“ von Astor Piazzolla und schließlich gab es Pop: Stings Titel „Englishman in New York“ wurde vom Orchester interpretiert.

Die letzte musikalische Einheit belegte das große Orchester mit „St. Louis Blues Marsch“, „Cole Porter Medley“ und „A Legend from Yao“. Carlo Plaum erzählte dazu die Geschichte des großen Kaisers Yao, der laut Überlieferung 119 Jahre alt wurde. Die große Leistung Yaos sei die Bekämpfung der immer wiederkehrenden Flutkatastrophen in China gewesen. Seine späteren Dämme sollen mit aus dem Himmel entwendeter „schwellender Erde“ errichtet worden sein.

Überhaupt hatte jedes Stück seine eigene faszinierende Geschichte, die dadurch die Tiefen der musikalischen Welt nochmals einfühlsam verstärkte.

Doch auch nach einer weiteren Zugabe geht irgendwann jede Reise zu Ende. Man darf sich allerdings jetzt schon auf die nächste Veranstaltung freuen: Am 16. September fin­det das Herbstkonzert statt.

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