Stolberg - Museumsnacht mit Überraschungen

Museumsnacht mit Überraschungen

Von: Dirk Müller
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Musiker Heribert Leuchter hat für den „Weg nach Aachen“ eine hochkarätige Band zusammengestellt. Der Künstler Jürgen Heinrich Block (im rechten Bild links) stellt seine „Erdwächter“ schon zwei Wochen vor der Museumsnacht im Museum Zinkhütter Hof aus. Foto: D. Müller
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Musiker Heribert Leuchter hat für den „Weg nach Aachen“ eine hochkarätige Band zusammengestellt. Der Künstler Jürgen Heinrich Block (im rechten Bild links) stellt seine „Erdwächter“ schon zwei Wochen vor der Museumsnacht im Museum Zinkhütter Hof aus. Foto: D. Müller

Stolberg. Der Besuch des Museums Zinkhütter Hof lohnt sich am Sonntag, 19. Oktober, gleich in mehrfacher Hinsicht: Erstmals beginnt um 17 Uhr eine „Preview“ auf die Stolberger Museumsnacht, und um 18 Uhr folgt das faszinierende interdisziplinäre Kunstprojekt „Der Weg nach Aachen“, das seine Premiere in der Kupferstadt feiert.

Das Museumsquartier an der Ecke Schellerweg/Cockerillstraße wird bei der Museumsnacht (siehe Infokasten) wieder „Hauptquartier“ für Freunde von Kunst, Musik, Industriegeschichte und mehr sein. „Insgesamt locken 16 Aussteller und natürlich viel Livemusik“, beschreibt Petra Grüttemeier. „Bei der elften Museumsnacht wird es einige Überraschungen und Neuerungen geben“, verspricht die Museumspädagogin im Zinkhütter Hof und Organisatorin der Kupferstädter Museumsnacht: „Eine davon ist die Preview. Zwei Künstler stellen bereits ab nächsten Sonntag ihre Werke quasi als Vorgeschmack auf die Museumsnacht im Zinkhütter Hof aus.“

Einer der „Vorboten“ ist der in Portugal geborene Ernesto Marques. Er verleiht seinen Plastiken einen leichten, spielerischen Charakter, schafft bewusst Alltagsszenen, die zum Nachdenken über die Grundeinstellung zum Leben anregen. Seine Szenerien zwischen dem Gegenständlichen und dem Abstrakten lassen dem Betrachter den Freiraum, selbst Teil der erzählten Geschichte zu sein.

„Erdwächter“ weltweit gereist

Marques‘ Werke waren bereits in der Schweiz, in Portugal, Österreich, Luxemburg, Deutschland und den Niederlanden zu sehen, und die internationale Ausrichtung des zweiten Künstlers der Vorschau auf die Museumsnacht ist noch beeindruckender: Jürgen Heinrich Block stellte seine Werke unter anderem in den USA, in China, Taiwan, Argentinien, Mexiko, Italien, Dänemark, Griechenland und Malta aus. Seine bereits weltweit gezeigten „Erdwächter“ sind nun in Stolberg zu sehen.

Eigentlich naheliegend, denn Blocks Familie stammt aus Zweifall, und der Künstler besucht ein bis zweimal im Monat seine Wurzeln in der Kupferstadt. Künstlerisch ausgebildet ist Block ebenfalls „grenzenlos“: Die Akademie der Künste in Berlin, die Kunstakademie Charkow in der damaligen Sowjetunion, die Universität Hefei in der Volksrepublik China sind markante Stationen in seinem Werdegang. Block versteht sich als Weltbürger, was sich auch in seiner Kunst widerspiegelt.

Steine, Naturerde und Sand aus der ganzen Welt arbeitet der kunstvoll in seine gemalten „Erdwächter“ ein, die „Augensteine“ faszinieren dabei besonders, wenn man weiß, dass diese nicht bemalt sind, sondern sich in ihrer natürlichen Form „den Erdwächtern zur Verfügung stellen“. Jedes Werk der Reihe wird so zu einem nicht nachahmbaren Unikat mit stark strahlender Aura, und die „Erdwächter“ beruhigen und mahnen zugleich – ihre Botschaft: „Wir sind alle Menschen unserer einen Welt und wir sollten auf diese gut achtgeben!“

Multimediales Kunstprojekt

Im Anschluss an die um 17 Uhr beginnende Vorschau mit den Werken von Marques und Block ist das Museum Zinkhütter Hof einmal mehr Schauplatz einer Premiere. „Der Weg nach Aachen“ wird um 18 Uhr gezeigt – eine künstlerische Reise durch unsere Region unter Federführung des Filmemachers Jo Dautzenberg und des Musikers Heribert Leuchter. Das multimediale Projekt verbindet Filmeinspielungen, Livemusik, Texte, Fotos, Schauspiel und Tanz zu einem großen Gesamtkunstwerk mit starkem lokalem Charakter. Die erste Ebene sei der Weg durch die Region, „eine weitere auch der Weg zu sich selbst“, sagt Dautzenberg.

Mit von der interdisziplinären Kunstpartie sind die Fotografen „La Sirella“ und Michael Dohle sowie die Schauspielerin Katrin Hensz. Der Produzent des Ganzen, Jo Dautzenberg, greift auch zur Gitarre. Als musikalischer Leiter hat Heribert Leuchter eine hochkarätige Band mit Musikern aus der Euregio zusammengestellt, die live zu hören ist, Filme von Roger van de Poel werden gezeigt, Solotänzer, Tanzpaare und Breakdancer in Aktion sein. „Wir werden eine Kunst präsentieren, in der sich das Publikum sehr direkt wiederfindet und stark eingebunden ist“, erklärt Leuchter.

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