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Moderne Räume schaffen Platz für den Ganztag

Von: Kolja Linden
Letzte Aktualisierung:
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Es geht voran, wenn auch bei null Grad etwas langsamer. Foto: K. Linden

Stolberg. Wenn Jörg Klein über „seine” Baustelle geht, dann spürt er die Kälte nicht. Null Grad zeigt das Außenthermometer, und die Bauarbeiter haben ihre Arbeit vom offenen mal wieder in den Innenbereich verlegt.

„Wir liegen noch ganz gut im Zeitplan”, sagt Klein dennoch, wohlwissend, dass es durch den Frost dieses Winters zu leichten Verzögerungen gekommen ist.

Der Leiter der Kogelshäuserschule freut sich trotzdem, auch wenn sich der für den Schuljahresbeginn am 30. August geplante Einzug in die neuen Räume wohl ein wenig nach hinten verschiebt. „Jetzt bekommen wir endlich die Räume, die wir für den Ganztagsbetrieb auch benötigen.”

Drei Stockwerke hat der Neubau an der Westseite der Schule. Im Untergeschoss entstehen zwei große naturwissenschaftliche Räume, dazwischen ein Vorbereitungsraum.

Der Clou dabei ist der offene Zutritt von dort auf den neuen Werkhof, der auf der Wiese zur Kogelshäuserstraße hin terrassenförmig angelegt wird. „Dadurch ist der Hof auch für kleinere Aufführungen geeignet”, sagt Klein. „Und er ist offen zur Straße hin, wir sind hier nicht kaserniert.”

Über den Naturwissenschaftsräumen werden zwei Technikräume nach neuesten Erkenntnissen errichtet, außerdem gibt es noch drei Klassenzimmer. „Die Schüler spekulieren jetzt schon, wer wohl diese drei Räume bekommt”, sagt Klein schmunzelnd und ergänzt, dass sich wirklich die ganze Schule auf die neuen Möglichkeiten freut: „Wenn es schon mal eine Belastung durch die Baustelle gibt, dann wissen die Kollegen, dass es sich lohnt.”

Laut werde es durch die Arbeiten ohnehin nur selten, den Unterricht störe das nicht. Und wenn, dann sei das „eine Kröte, die man gerne schluckt”.

Der Neubau schafft aber nicht nur eine technische Modernisierung der Schule. Er schafft auch Platz. „Das ist entscheidend für uns”, sagt Jörg Klein. „Durch die frei werdenden Raumkapazitäten entstehen endlich unsere Ganztagsräume.” Dazu gehören Ruheräume, Bewegungsräume und das Schülercafé.

Neue pädagogische Möglichkeiten erschließen sich durch das ebenfalls neu entstehende Selbstlernzentrum mit Anschluss an den Computerraum. „Damit führen wir die Schüler sukzessive in mehr Eigenständigkeit”, sagt Klein.

Der Frontalunterricht, wie er früher üblich war, werde konsequent durch ein Programm ersetzt, das zum selbstständigen und gemeinsamen Lernen miteinander führt. „Der Lehrer wird zum Moderator des Lernprozesses”, erklärt Klein. „Die Schüler kontrollieren sich dabei gegenseitig.”

Möglich würde das auch durch die Diagnostik, die die Schule für die fünften Klassen eingeführt hat, um die Schüler gleich mit all ihren Stärken und Schwächen besser kennenlernen zu können. „Wir geben den Schülern das mit, was die Wirtschaft immer fordert: „Eigenständigkeit und Teamfähigkeit”, sagt Klein.

Laut Ulrich Coopmann, Leiter des städtischen Hochbauamts, wird sich der Einzug in den Neubau durch die vielen Frosttage, an denen nicht gearbeitet werden konnte, wohl bis zum Spätherbst verschieben. Danach können im Altbau die Arbeiten für die Ganztagsräume beginnen. „Genau kann man das noch nicht sagen”, so Coopmann. „Wir müssen den Bauzeitenplan jetzt noch einmal überarbeiten.”

Umgesetzt werden dann noch zwei weitere Maßnahmen: Der Brandschutz im Altbau wird verbessert, ebenso die Situation im Eingangsbereich. Da, wo eigentlich der Haupteingang der Schule ist, parken derzeit noch die Lehrer, wodurch die Schüler aus Sicherheitsgründen andere Eingänge zur Schule benutzen müssen.

Das wird sich ändern: Die Parkplätze werden auf die jetzige Wiese neben der Baustelle verlegt, so dass der Haupteingang wieder das wird, was er einmal war: Ein Haupteingang.

Zu einem „Nachmittag der offenen Tür” am Mittwoch, 3. Februar, ab 13.30 Uhr lädt die Kogelshäuserschule interessierte Eltern und Schüler. es gibt ein kurzes Referat, anschließend besteht die Möglichkeit zum Unterrichtsbesuch.

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