Stolberg - „Mittagessen im Kindergarten”: Aktion wird eingeschränkt fortgeführt

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„Mittagessen im Kindergarten”: Aktion wird eingeschränkt fortgeführt

Von: Michael Grobusch
Letzte Aktualisierung:
Manfred Steffens und die Arbei
Manfred Steffens und die Arbeiterwohlfahrt Stolberg werden in Härtefällen auch weiterhin Mittel für das „Mittagessen im Kindergarten” zur Verfügung stellen. Foto: M. Grobusch

Stolberg. Abwarten und Tee trinken, das ist nichts für Manfred Steffens. Und dennoch ist der Vorsitzende der Arbeiterwohlfahrt Stolberg derzeit irgendwie zum Warten verdammt, weil noch niemand einschätzen kann, wie sich die Leistungen des Bildungs- und Teilhabepaketes auf die Hilfsaktion „Mittagessen im Kindergarten” (Mieki) auswirken werden.

Klar ist, dass der Bund Hilfsbedürftigen im Rahmen des Teilhabepaketes die Kosten für das Mittagessen ihrer Kinder erstattet, der Antragsteller allerdings einen Eigenanteil in Höhe von einem Euro pro Tag und Essen übernehmen muss. Klar ist entsprechend einer Absprache mit dem städtischen Jugendamt zudem, dass die „Mieki”-Aktion auch zukünftig greifen soll, wenn Menschen den Eigenanteil nicht aufbringen können. Wieviele Stolberger dies letztlich aber sein werden, ist noch völlig offen. Denn auch wenn das neue Kindergartenjahr bereits zum 1. August begonnen hat, sind die meisten Bürger noch nicht ausreichend informiert über die veränderte Gesetzeslage und den dadurch bedingt veränderten Umgang mit dem Thema Mittagessen.

Zwei Dinge sind für Willi Seyffarth in diesem Zusammenhang wichtig: „In Härtefällen wird es nach wie vor eine Möglichkeit der Unterstützung durch Mieki geben.” Und: „Ein Automatismus, wie es ihn bislang durch den Nachweis des Hartz IV-Bezuges gegeben hat, ist für die Zukunft ausgeschlossen”, so der städtische Fachbereichsleiter. Erster Ansprechpartner ist nun das Jugendamt und dort speziell der Allgemeine Soziale Dienst (ASD). Bei ihm findet die Beratung und gegebenenfalls auch die Einschätzung der wirtschaftlichen Lage statt.

Erst danach erfolgt die Vermittlung an die Arbeiterwohlfahrt, die auch weiterhin als Hauptinitiatorin die Mittel aus dem Mieki-Fördertopf verwaltet und auszahlt. „Wir werden die Angelegenheit nicht bürokratisieren”, verspricht Willi Seyffarth, und betont: „Wir wollen keine Hemmschwellen aufbauen, sondern nur sicherstellen, dass eine Bedürftigkeit gegeben ist.” Eine Grundvoraussetzung müssen potenzielle Empfänger von Mieki-Mitteln erfüllen: Sie müssen einen Antrag auf Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket gestellt haben.

„In den kommenden drei Monaten wird sich herausstellen, wie die Resonanz auf Mieki tatsächlich ist”, zeigt sich Manfred Steffens überzeugt. Unabhängig vom Ergebnis steht für den AWO-Geschäftsführer aber fest. „Die einzig sinnvolle Regelung kann auf Dauer nur sein, dass es für alle Kinder in Kitas und Schulen ein kostenfreies Mittagessen gibt.”
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