Stolberg - Mitreißende Rhythmen und eroberte Herzen

Mitreißende Rhythmen und eroberte Herzen

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„Wenn der kleine Elephant in
„Wenn der kleine Elephant in die Disco geht” - mit diesem Lied wird Raoùl Ulfig zum Liebling des Foto: J. Schlegelmilch

Stolberg. Die Köpfe nickten, die Füße wippten. Nein, obwohl es ganz danach aussah, besonders zappelig war das Publikum am Samstagabend im Zinkhütter Hof nicht. Vielmehr war es den mitreißenden Rhythmen geschuldet, dass es viele Leute nicht mehr ganz still auf ihren Stühlen hielt.

Dabei hatte sich Norbert Walter Peters vorher noch Sorgen gemacht, ob die Töne beim Benefizkonzert seines Musikstudios in der gewünschten Akustik überhaupt beim Publikum ankommen würden. „Der Zinkhütter Hof ist etwas hallig, wir haben mit dem Sound zu kämpfen”, erklärte Peters, bevor er selbst zur Gitarre griff.

Doch alle Sorgen waren unberechtigt: Das rund zweistündige Konzert, das ausschließlich von Schülern des Musikstudios gestaltet wurde, kam an. Jeder Ton.
„Way 20” - in Anlehnung an das Musikstudio im Steinweg 20 - brachte gecoverte sowie selbstgeschriebene Stücke auf die Bühne - von Shakiras „La Pared” über das von Clarisse Poschen-Hoarau geschriebene „Conquise” oder „Breakaway” von Kelly Clarkson. Die Formation „Tukay”, bestehend aus Esmihan Aydin, Neslihan Tutumlu, Aslihan Tutumlu und Cosima Reich, zeigte mit traditioneller türkischer Musik und dem Titel „Ne Aglarsin” musikalisch etwas völlig anderes als „Way 20”, überzeugte aber genauso.

Cosima Reich, die bei „Tukay” noch als Trommlerin eingesprungen war, zeigte später auch ihre gesanglichen Qualitäten mit „Macosebe”. Die Band brachte deutschen Pop in den Zinkhütter Hof und performte „Aurelie” und „Nur ein Wort” der Gruppe „Wir sind Helden.” Nicht ihre Stimmen, sondern nur die Gitarre ließen zunächst Max Kratz und dann Jil und Lara Engelhardt sprechen. Kratz zeigte mit der „Etüde Nummer 1 - Movido” von Leo Brouwer ein ebenso anspruchsvolles Stück wie Jil und Lara Engelhardt mit „Freight Train”, „Sunny Afternoon” und „Shortnin Bread”.

Solo auf dem Marimbaphon

Das wohl außergewöhnlichste Instrument des Konzerts spielte Robin Angermann. Der Drummer von „Way 20” spielte solo „From the Cradle” von Bart Quartier auf dem Marimbaphon, ein Schlaginstrument aus der Familie der Xylophone.

Lena Kaever, Aylin Alici und David Bellmann standen als Band „Lena” auf der Bühne - und hatten ihre eigene kleine Fangruppe gleich mitgebracht. Nach „Wonderwall” von Oasis, „Take Me Home, Country Roads” von John Denver und „Who Says” von Selena Gomez war klar, dass „Lena” kaum einen Vergleich mit der bekannteren Songcontest-Gewinnerin Lena scheuen muss.

Einen rockigen Abschluss des Benefizkonzerts bescherte die Hardrock-Band „Molusiko” dem Publikum. Die sechs jungen Männer ließen es mit „Paranoid” von Black Sabbath, „Enter Sandmann” von Metallica, „Whole Lotta Rosie” und „Highway to Hell” von AC/DC zum Ende noch einmal richtig krachen.

Doch die Herzen des Publikums hatte vorher schon ein anderer erobert: Raoùl Ulfig, gerade einmal vier Jahre alt, zeigte nicht nur, wie gut er schon Gitarre spielen kann, sondern ließ die Leute zu dem Lied „Wenn der Elephant in die Disco geht” von Klaus W. Hoffmann auch noch kräftig im Rhythmus klatschen. Und die Füße wippten natürlich auch wieder mit.

Spenden für das AWO-Projekt „Erlkids”

Beim Benefizkonzert der Musikschule Stolberg wurde für das AWO-Projekt „Erlkids” gesammelt.

„Erlkids” ist eine Ferienaktion der AWO Stolberg, bei der alleinerziehenden Eltern mit Kindern unter 12 Jahren die Möglichkeit gegeben wird, gemeinsam einen schönen Tag zu verbringen.

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