Stolberg - Mit wenig Aufwand viel erreichen

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Mit wenig Aufwand viel erreichen

Von: Dirk Müller
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Das interaktive Modul veranschaulicht den Stromverbrauch: Während Dietmar Grot (links) nur wenig Mühe hat, eine Energiesparlampe zum Leuchten zu bringen, muss Sebastian Busch sich tüchtig ins Zeug legen, um eine herkömmliche Glühbirne mittels Muskelkraft zu erhellen. Foto: D. Müller

Stolberg. Oft sind es nur kleine Maßnahmen, die allerdings wirksam Energie und damit auch Geld sparen helfen. Die Fenster kurz ganz öffnen, statt lange gekippt zu lassen, ist nur eines von vielen Beispielen.

„Man muss nicht unbedingt erst investieren, um Strom zu sparen. Schon das konsequente Anpassen alltäglicher Verhaltensweisen kann die Umwelt und die eigene Geldbörse schonen”, erklärt Dietmar Grot, Energieberater der EWV. Geräte wie Computer und Fernseher, DVD-Player oder Stereo-Anlage nicht in den so genannten „Standby-Modus” zu versetzen, sondern tatsächlich am Gerät und nicht per Fernbedienung auszuschalten, koste nichts und spare bares Geld.

„Manche Geräte lassen sich gar nicht total abschalten. Diese sollten über eine Mehrfachsteckleiste mit Schalter betrieben werden. So kann eine geringfügige Investition schnell 50 Euro im Jahr bringen”, erläutert der Fachmann anhand eines der interaktiven Module im Foyer der Energie- und Wasser-Versorgung am Willy-Brandt-Platz. An zwölf unterschiedlichen Stationen informiert dort zurzeit eine Wanderausstellung der Deutschen Energie-Agentur (dena) rund um das Thema „Stromsparen”.

Die Schautafeln und Module entlarven „Stromfresser” und zeigen Alternativen auf, wobei Anfassen und Mitmachen durchaus erwünscht ist. Ein Thema der Ausstellung ist der Vergleich von Glühbirnen und Energiesparlampen. An Fahrrad-Dynamos können die Besucher selbst aktiv werden und mit Muskelkraft feststellen, wie viel Energie für das Betreiben der jeweiligen Leuchtmittel benötigt wird. Ein anderes Modul zeigt auf, das herkömmliche Glühbirnen nur 20 Prozent ihrer Energie in Form von Licht, 80 Prozent hingegen als Wärme abgeben.

Das Umrüsten auf Energiesparlampen offenbare je nach Haushalt ein Einsparpotenzial von 100 bis 300 Euro jährlich, errechnet Grot. Auch durch die Anschaffung eines neuen Kühlschranks könne man bis zu 80 Euro im Jahr an Stromkosten sparen.

Deckel auf den Topf

Der Fachmann wird nicht müde zu betonen, dass Investitionen in neue Lampen oder Geräte nicht die einzigen Voraussetzungen für das Herabsenken des Stromverbrauchs sind: „Etwa beim Kochen den Topf mit einem Deckel zu versehen, spart zwei Drittel Energie. Ein Wäschetrockner benötigt beinahe doppelt so viel Strom wie die Waschmaschine - eine Wäscheleine hingegen gar keinen”, nennt er weitere Beispiele von „Aha-Effekten”, die die Ausstellung hervorruft. In dem lustigen Computerspiel „Power Scout” können kleine und große Besucher dann das Gelernte gleich anwenden, indem sie Kühlschranktüren schließen, Geräte richtig ausschalten und Energiesparlampen sammeln.
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