Stolberg - Mit Musik den kalten Winter vertreiben

Mit Musik den kalten Winter vertreiben

Von: Dirk Müller
Letzte Aktualisierung:
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Spielten Melodien aus ganz Europa: Gaby Sous und Pascal Fricke von der Gruppe „Oirfia”. Foto: D. Müller

Stolberg. Mit harmonisch warmen Weisen den kalten Winter vertreiben, das wollten sechs Musiker in der Vogelsangkirche. Mit Gitarre, Flöte, Harfe und Hackbrett luden sie ihr Publikum zu einem musikalischen Streifzug durch das winterliche Europa und mehrere Jahrhunderte Musikgeschichte ein.

„Oirfia”, der Name der Gruppe, ist Programm, denn der aus der gälischen Sprache stammende Begriff bedeutet übersetzt Melodie. Insbesondere die Melodien der keltischen Kultur sind die Passion von Oirfia, die die Besucher des Konzerts zunächst in das Frankreich des 16. Jahrhunderts entführten.

Mit dem alten Französischen Weihnachtslied „No’l nouvelet” eröffneten sie den wohlklingenden Reigen, bevor die beiden Gastmusikerinnen sich dem Publikum vorstellten. Mit „Un flambeau, Jeanette, Isabelle”, einem Weihnachtslied aus der Provence, glänzte Larissa Meurice-Harrer mit ihrem Sopran, und solo spielte die Organistin Lucy Deblon beeindruckend das traditionelle „Tambourin provencau”.

Die Britischen Inseln waren die nächste Station, die Flötist Berward Sutman mit seiner „Whistle” als erster ansteuerte. Er eröffnete die in einer irischen Melodie vertonte Englische Ballade „The seven rejoices of Mary”. Nachdem Oirfia das Titelstück ihres Programms „To drive the cold winter away” interpretierten, bespielte die Cellistin Lydia Sutman diesmal das Hackbrett zu den lieblichen Klängen von Gaby Sous´ Harfe, während Pascal Fricke seine Gitarre beiseite legte, um sich den Percussions zu widmen, als die Gruppe das walisische Instrumentalstück „Nyth y Gwow” (Kuckucksnest) zum Besten gab.

Sous griff nun zur Viola da Gamba und Oirfia kehrte mit einem mittelalterlichen Wallonischen Weihnachtslied zurück auf das Europäische Festland. Atmosphärisch dicht präsentierten sie das thüringische Pilgerlied aus dem 19. Jahrhundert „Maria durch ein Dornwald ging” und stellten anschließend mit dem schlesischen Lied die Frage „Was soll es bedeuten”. Über Böhmen des 15. Jahrhunderts („In natali Domini”) führte der weitere Weg gen Süden: Erneut rein instrumental spielten die Musiker zur „St. Basils Hymne” auf, einem griechischem Neujahrslied.

Zurück in England und Schottland schloss sich der Kreis der musikalischen Rundreise. Mit „What child is this”, einem weihnachtlichen Text zur bekannten Melodie von „Greensleaves”, setzte die Gruppe den eindrucksvollen Schlusspunkt des Abends, indem die Musiker in einigen Variationen ihr instrumentales Können resümierend unter Beweis stellten. Das Konzert begeisterte nicht nur Freunde keltischer Melodien und Oirfia spielte dem Publikum bereitwillig noch eine Zugabe.
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