Stolberg - Mit leerem Schulbus gegen Baum geprallt: 59-Jähriger schwer verletzt

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Mit leerem Schulbus gegen Baum geprallt: 59-Jähriger schwer verletzt

Von: Jürgen Lange
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VU Stolberg Bus
Durch die Wucht des Aufpralls wurde der 59-jährige Busfahrer in seinem Fahrzeug eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden. Foto: Jürgen Lange

Stolberg. Die morgendliche Dienstfahrt hat für einen 59-jährigen Schulbusfahrer ein schlimmes Ende genommen: Am Montagmorgen hat sich der Mann - nachdem er mit seinem unbesetzten Bus von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Baum geprallt war - schwere Verletzungen zugezogen.

Wenige Grad über Null zeigte das Thermometer an diesem düsteren Montagmorgen. Von Zweifall aus kommend ist ein Reisebus des Stolberger Unternehmens Haas auf der Zweifaller Straße (L 238) in Richtung Mulartshütte unterwegs, der laut Anzeige- und Warntafeln später offensichtlich als Schulbus eingesetzt werden sollte.

Doch die Leerfahrt ohne Fahrgäste endet gegen 6.30 Uhr kurz hinter dem Zweifaller Ortsausgang in der leichten Rechtskurve der Finsterau vor einem Baum. Der Busfahrer wird eingeklemmt und lebensgefährlich verletzt. Die Stolberger Feuerwehr eilt mit Kräften der Hauptwache sowie der Löschgruppen Venwegen, Zweifall, Schevenhütte und Atsch zu der Unfallstelle, die fälschlicherweise zuerst mit Mulartshütter Straße angegeben wurde, dann aber korrigiert wurde in Finsterau.


Dort sei ihm ein Wagen auf seiner Fahrspur entgegengekommen und er habe ausweichen müssen, hat der 59-jährige Mann aus Würselen den ersten Rettungskräften noch zum Unfallhergang berichtet, erklärt Polizeisprecher Paul Kemen auf Anfrage. Während von diesem entgegenkommenden Wagen jede Spur fehlt, kümmern sich Notarzt und Rettungssanitäter um den Busfahrer.

Der Mann ist eingeklemmt zwischen der Lenksäule und seinem Sitz. Sein Arbeitsplatz gleicht einem Trümmerfeld. Nachdem der Bus bei seinem Ausweichmanöver in der Kurve die Gegenfahrbahn gequert hat, ist er mit seiner Fahrerseite frontal gegen einen Baum am Straßenrand gefahren, der unter dem Druck zusammenbrach; an einem zweiten Baum blieb der Omnibus hängen. Der Aufprall deformierte den Fahrerplatz völlig.


 Während sich Rettungssanitäter und Notarzt um die Erstversorgung kümmern und das Unfallopfer medikamentös ruhig stellen, bemühen sich Kollegen der Feuerwehr, den Mann aus seiner misslichen Lage zu befreien. In mühevoller und zeitaufwendiger Kleinarbeit müssen die Rettungskräfte den 59-jährigen aus dem verformten Führerstand frei schneiden. Es dauert eine Stunde, bis der Busfahrer geborgen werden kann. Er wird mit einem Rettungswagen in das nächste Krankenhaus eingeliefert.


Zwischenzeitlich hatte die Feuerwehr versuchen wollen, den Omnibus mit einer Seilwinde von dem Baum wegzuziehen, um die Bergung des Fahrers zu erleichtern. Allerdings reichte die Kraft der Winde nicht aus, um den schweren Reisebus zu bewegen, der zwischen seinen beiden Achsen mit dem Boden auf Fahrbahn und Böschung aufgesetzt hatte.


Auch zur späteren Bergung des Fahrzeuges reichte ein Abschleppwagen nicht aus; ein Autokran musste angefordert werden, um den Omnibus aus dem Graben heben und abtransportieren zu können. Mitarbeiter des Forstbetriebs rücken an, um die beschädigten Bäume und herabfallendes Astwerk zu sichern bzw. zu beseitigen. Gesäubert werden muss ebenfalls die Landesstraße, nachdem das Verkehrskommissariat der Polizei versucht hat, alle möglichen Spuren aufzunehmen, die Aufschluss über den Ablauf des Unfalls geben können.


Bis in die Mittagstunden hinein bleibt die L 238 zwischen Zweifall und Mulartshütte komplett für den Verkehr gesperrt.

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