Stolberg - Mit Indianergeschrei in zehn Tagen um die Welt

Mit Indianergeschrei in zehn Tagen um die Welt

Von: Eva Kaussen
Letzte Aktualisierung:
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Ferienspiele von und für Stolberg(er): Ob bei der KOT St. Josef, bei den Indianern auf der Wolfsfarm oder bei der Naturerkundung im Jugendwaldheim Raffelsbrand, die Kinder haben Spaß. Foto: E. Kaussen

Stolberg. Sei es im Jugendwaldheim in Raffelsbrand, in der Kleinen Offenen Tür St. Josef oder auf der Wolfsfarm in Gressenich: Überall gibt es tolle Angebote für Kinder in der Ferienzeit. Ferienspiele auf dem Donnerberg, welche mittlerweile schon eine jahrzehntelange Tradition haben, finden in diesem Sommer unter dem Motto „In zehn Tagen um die Welt“ statt.

Die Kinder im Alter von sechs bis elf Jahren bekommen jeden Tag von 9 bis 13 Uhr einen Einblick in die unterschiedlichen Kulturen, Bräuche und Gegebenheiten der fünf Kontinente. Unter anderem wird in Nordamerika eine riesige Skyline gebastelt. Die Kinder lernen japanische Schriftzeichen, deren Übersetzung und die Wahrzeichen europäischer Länder: „Zum Beispiel der Eiffelturm, der natürlich zu Frankreich gehört“, erklärt Jörg Beißel, Leiter der KOT. Insgesamt 15 Betreuer zeigen sich für die 50 Kinder verantwortlich.

Im Vorfeld nahmen die ehrenamtlichen Jugendlichen an einer Schulung teil, in der sie auf die Ferienspiele vorbereitet wurden. Bei gutem Wetter sind natürlich alle draußen. Es wird gespielt, getobt und wenn es draußen richtig sommerlich ist, auch schon mal eine Wasserschlacht oder eine Europa-Schnitzeljagd über den Donnerberg veranstaltet.

Auch nach den Ferienspielen freut sich die KOT immer über weitere Mitglieder, die sie in ihrer Villa Kunterbunt aufnehmen darf. Infos unter Telefon 02402/84878 oder im Internet, www.kot-donnerberg.de.

Im Jugendwaldheim in Raffelsbrand stehen Gemeinschaft und Natur besonders im Fokus. Diplom-Sozialarbeiter Michael Jansen und seine Kollegin Anne Barry kümmern sich eine Woche lang um sieben Jugendliche, die aus besonders benachteiligten Verhältnissen kommen. „Uns war es besonders wichtig, dass die Kinder dieses ‚Wir-Gefühl‘ einer Gruppe erhalten, um zu erkennen, dass man zusammen mehr erreichen kann als alleine“, sagt Jansen.

Viel Grün gibt es direkt hinter dem Jugendwaldheim. Die Jugendlichen lernen sich mit der Natur zu beschäftigen, sie zu respektieren und sie zu entdecken. Handys oder PCs bleiben aus und sollen auch gar nicht beachtet werden. Stattdessen gibt es Lagerfeuer mit Stockbrot und Marshmallows, eine kleine Holzwerkstatt oder Wanderungen zum Bach, welcher schon etwas tiefer im Wald liegt und den man eigentlich nur mit den selbsgeschnitzten Stöcken gut erreichen kann. Zur Stärkung bruzelt dann draußen im eigenen Ofen schon eine Pizza oder ein schönes Stück Brot. Gegessen wird natürlich zusammen und danach wird gemeinsam das Geschirr gespült und der Tisch abgeräumt. Die Jugendlichen können ihren Tag größtenteils selbst gestalten, was den Betreuern auch sehr wichtig ist. Eine Woche lang sind alle rund um die Uhr versorgt und das tut allen Teilnehmern sichtlich gut und macht Spaß.

Nach der „Reise in zehn Tagen um die Welt“ auf dem Donnerberg und der Walderforschung in Raffelsbrand sind in Gressenich die Indianer los. Überall stehen selbstgebaute, große Tipis, umgeben von Lagerfeuerstellen und Vielem mehr. Mit Hilfe des Vorsitzenden der „Blackfoot Tribes“, Guido Bracke, ist diese tolle Tipilandschaft überhaupt erst entstanden. Wie bei den anderen Ferienangebotengeht es dem Diplom-Sozialpädagogen Ralf Esser und seinen sechs Betreuern darum, dass die Kinder nicht nur Spaß haben, sondern auch für das Leben dazulernen: „Die Kinder sollen sich richtig vorstellen können, wie die Indianer gelebt haben oder zum Teil heute noch leben. Der geschichtliche Hintergrund spielt da natürlich auch eine große Rolle“, erklärt Esser.

Die 30 Teilnehmer werden in Gruppen aufgeteilt und machen jeweils eine Woche lang eine Reise zu den Ureinwohnern Amerikas. Man spielt Spiele, um sich so gut wie es geht auf die Jagd vorzubereiten. In den Tipis können alle sehen, wie die Männer und Frauen der Indianer gelebt haben, und aus Leder werden Stirnbänder oder kleine Säckchen gebastelt, in die dann die Schätze der Natur wandern. Für die große Feier am heutigen Freitag wird sogar noch ein kleines Schauspiel eingeprobt, welches den Eltern und Familien der Kinder vorgeführt wird.

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