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Mit dem „roten Knopf“ den Sieg errungen

Von: Dirk Müller
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Die Nachwuchsdarsteller der Grüntalschule zeigen bei der Premiere des „Best-of-Schüler-Theater-Festivals“ ihr Können am Stadtparty-Sonntag im Rittersaal der Burg. Foto: M. Krieger

Stolberg. Erstmals hat eine Jury sich alle Inszenierungen angeschaut, das „Best-of-Schüler-Theater-Festival“ ermittelt, und jetzt stehen die Sieger fest: Es sind die Kinder der Grundschule Grüntalstraße, die in Kooperation mit den Kleinen der Kindertagesstätte St. Hubertus Büsbach das Stück „Der rote Knopf für den Kopf“ auf die Bühne gebracht haben.

Auszüge des sehenswerten Theaterstücks werden die Kinder bald in der Burg zeigen, denn im Rahmen der Stolberger Stadtparty präsentieren sie das „Best-of-Schüler-Theater-Festival 2017“ am Sonntag, 3. September, um 13 Uhr im Rittersaal.

Was sowohl eine Belohnung für die Nachwuchsdarsteller sei als auch eine gewisse Herausforderung dargestellt habe, erklärt Dieter Rüttgers, Lehrer an der Grüntalschule und Leiter der Theater-AG: „Als wir nach der letzten Aufführung des Festivals erfahren haben, dass die Jury sich für uns entschieden hat, fingen ja die Sommerferien an. Erschwerend kommt hinzu, dass einige unserer Schauspieler nach den Ferien an weiterführende Schulen wechseln.“

Dennoch werde es der Theater-AG der Grundschule Grünstal-straße gelingen, das „Best of“ in Szene zu setzen. „Es ist schon besonders toll, dass wir bei dieser Premiere gewonnen haben und jetzt auch noch am Sonntag der Stadtparty zeigen können, was unsere Kids drauf haben“, schwärmt Rüttgers. Und das ist eine ganze Menge, wie die Jury festgestellt hat. „Wobei uns die Entscheidung, welches das beste Stück war, wirklich nicht leichtgefallen ist“, betont Jurymitglied Lukas Franzen.

Der städtische Inklusionsbeauftragte hat seine Aufgabe in der Jury losgelöst von seinem beruflichen Themenfeld wahrgenommen und hebt hervor: „Wir sind als Jury völlig unbefangen in die 28. Auflage des Stolberger Schüler-Theater-Festivals gegangen und haben im Vorfeld keine Bewertungskriterien festgelegt, sondern wollten uns ganz neutral auf die jeweiligen Stücke einlassen, um zum ersten Mal das ,Best of‘ zu ermitteln.“

Die Grundschulen Hermannstraße, Breinig und Grüntalschule, die Sekundarschule Stolberg, das Goethe-Gymnasium, die Waldschule Eschweiler und die Büsbacher Tanzschule „Not just Dancing“ hätten ebenfalls allesamt mit ihren Darbietungen überzeugt.

Dementsprechend knifflig sei es gewesen, eine Entscheidung zu treffen, bestätigt auch Manuel Hauck aus der Jury: „Wir haben sehr engagierte und talentierte Gruppen in sieben Aufführungen gesehen. Die Kinder, Jugendlichen, Lehrer und Betreuer waren allesamt mit viel Herzblut bei der Sache. Deshalb hat es uns viel Spaß gemacht, alle Inszenierungen anzuschauen. Aber es war umso schwieriger zu entscheiden, welches Stück das Beste war.“

Hauck und Franzen finden dennoch Worte, um den von Kulturmanager Max Krieger initiierten ersten Jury-Entscheid des Schüler-Theater-Festivals im Rahmen des städtischen Kulturprogramms zu begründen. Ausschlaggebend für die Jury sei gewesen, dass komplexe Themen wie Umwelt- und Klimaschutz ebenso wie Ursachen für Flucht aus der Heimat anschaulich und gut verständlich transportiert worden seien.

„In ihrem Stück haben die Kinder dies ohne streng erhobenen moralischen Zeigefinger geschafft, stattdessen das Publikum glänzend unterhalten und gleichzeitig mit ihrer ,Moral von der Geschichte‘ zum Nachdenken angeregt“, meint Franzen.

Und das bei verschiedenen Altersklassen, wie Manuel Hauck hervorhebt: „Das Publikum beim ,roten Knopf für den Kopf‘ bestand aus Vorschulkindern, Schülern bis hin zur Oberstufe und Erwachsenen. Bei allen ist das Stück bestens angekommen. Ein Kriterium für die Jury war zudem die beispielhafte generations- und ortsübergreifende Zusammenarbeit der Grundschule Grüntalstraße am Kaiserplatz in der Stadtmitte mit der Kita St. Hubertus in Büsbach“, ergänzt Manuel Hauck.

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