Mit dem Küchenabfall geht´s zum Kompostcontainer

Von: Tom Lammertz
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Küchenabfälle trennen, Restmüllberge verkleinern: Das Angebot soll ab März gelten. Foto: imago/Begsteiger

Stolberg. Der Countdown läuft, der Testballon soll am 1. März starten. Dann werden auch die Stolberger ihre Restmüllmengen verringern können, indem sie ihre Bioabfälle kostenlos entsorgen: auf dem Recyclinghof an der Hasencleverstraße 29 oder in den Grünschnittcontainern, die reihum durch die Stadtteile „wandern”.

Sofern die Politik heute ihr Plazet gibt und die geänderte Abfallsatzung verabschiedet.

Scheiterte bisher das Trennen von Bioabfall an der Schwermetallbelastung des Bodens, so wird ab März der Küchenabfall - mit Ausnahme von Fleischresten - nicht mehr im Restmüll landen müssen. Er darf dann „in haushaltsüblichen Mengen” - maximal 60 Liter pro Lieferung - gegen Vorlage der Abfallkarte wie Grünabfälle aus Gartenböden, Strauch- und Grasschnitt abgegeben werden. Allerdings sauber davon getrennt. An den Standorten stehen dafür eigene Container, und die Mitarbeiter kontrollieren die Lieferungen.

60.000 Euro Kosten hat die Verwaltung für den Jahrestest veranschlagt - Geld, das beim Restmüll problemlos eingespart werden sollte, rechnet man im Rathaus vor: Wenn durch die Küchenabfallsammlung nur vier Prozent weniger Restmüll entsorgt werden müsste, wäre das Ziel erreicht. Dafür müsste die Tonnenzahl von 8300 auf 7970 schrumpfen.

Mehr als ein Jahr „Verspätung”

Der Zweckverband Entsorgungsregion West (ZEW), verantwortlich für die kommunale Entsorgung in Städteregion Aachen, Stadt Aachen und Kreis Düren, hat im Dezember 2008 in seiner Satzung festgeschrieben, dass spätestens ab dem 1. Januar 2010 Restabfälle, Bioabfälle und Altpapier getrennt zu entsorgen sind. Ausnahmen sind nur „aus ökologischen Gründen” zulässig. Stolberg hatte eine solche Ausnahme aufgrund der belasteten Böden beantragt, aber nicht gestattet bekommen. Stattdessen setzte sich der ZEW mit der Stadt an den Planungstisch und brütete die Versuchsphase aus, die ursprünglich Ende 2010 beginnen sollte.

Mit der AWA-Entsorgungsgesellschaft soll der Versuch beworben werden, unter anderem mit Flyern an den Grünabfallcontainern und Infoständen auf dem Wochenmarkt. Im Frühjahr 2012 wird Bilanz gezogen und entschieden, ob das Angebot verlängert wird; denn Biotonnen soll es auch künftig in Stolberg nicht geben, weil eben im Stadtgebiet nicht alles kompostiert werden darf, was in den umliegenden Kommunen sehr wohl in die Biotonne gehört. Davon abgesehen, so hat die Verwaltung errechnet, würde deren Einführung auch mehrere hunderttausend Euro verschlingen.

Das gehört in den Biomüllbehälter

Richtige Abfalltrennung - dazu gibt die AWA-Abfallberatung gute Tipps. In der Rubrik Biotonne ist die Trennung „Aus der Küche” und „Aus dem Garten” gut zu ersehen. Demnach darf künftig zusätzlich und getrennt vom Gartenabfall abgegeben werden:

alte und verdorbene Nahrungsmittel außer Fleisch

Filtertüten, Kaffeesatz und Teebeutel

Gemüseabfälle wie Kartoffel- und Zwiebelschalen, Kohlstrünke und Salatblätter

Obstabfälle wie Apfelkitschen, Bananen-, Zitrusfruchtschalen und Pfirsischkerne

Topfpflanzen und Schnittblumen

geringe Mengen Federn und Haare, aber kein Kleintier- und Katzenstreu

Holzwolle und Sägespäne von unbehandeltem Holz

lebensmittelverschmutzte Küchentücher

Zeitungspapier zum Einwickeln

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