Stolberg-Breinig - Mit dem heiß begehrten Stipendium in die USA

Mit dem heiß begehrten Stipendium in die USA

Von: Heike Eisenmenger
Letzte Aktualisierung:

Stolberg-Breinig. Ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten: Dorthin verschlägt es Malte Hennig aus Breinig. Der 15-Jährige hat eines der begehrten Stipendien im Rahmen des Parlamentarischen Patenschafts-Programmes - kurz PPP - ergattert. „Mitte August geht es los”, erzählt Malte voller Vorfreude auf seinen USA-Aufenthalt, der elf Monate dauern soll.

Ziel des Austauschprogrammes, das 1983 gemeinsam vom Deutschen Bundestag und dem Kongress der USA auf den Weg gebracht wurde, ist die Völkerverständigung. „Die jungen Stipendiaten tauchen während ihres Auslandaufenthaltes nicht nur in eine fremde Kultur ein, sondern sie sind auch Botschafter ihres Landes”, betont PPP-Pate und Bundestagsabgeordneter Helmut Brandt (CDU), der auwählt, welcher Bewerber aus seinem Wahlkreis - das ist der alte Kreis Aachen - das Stipendium bekommt. In Brandts Wahlkreis bewarben sich vier insgesamt Jugendliche.

„Am liebsten hätte ich alle vier genommen, aber das geht ja leider nicht”, seufzt Brandt, der die Jugendlichen persönlich traf, bevor er seine Entscheidung fällte.

„Um die drei, die leer ausgingen, wenigstens ein bisschen zu entschädigen, lade ich sie zu einem Besuch nach Berlin ein”, so Brandt, der sich mit Malte und dessen Mutter in Breinig verabredet hat.

Warum gerade Amerika? „Man hört so viele unterschiedliche Meinungen - ich möchte wissen, was stimmt und was nicht”, erklärt Malte, der die zehnte Klasse der Viktoriaschule (evangelisches Gymnasium) in Aachen besucht. Ob die Amerikaner tatsächlich offener als die Deutschen sind, darauf ist Malte jedenfalls schon sehr gespannt. Auch was den Unterricht betrifft, ist er neugierig auf die Unterschiede. Ganz besonders aber freut er sich auf ein umfangreiches Sportangebot, „was Softball angeht, sind die Amerikaner ja ganz groß”, sagt Malte.

„Zum Glück gibt es Internet”

In seiner Funktion als PPP-Pate kümmert sich Brandt aber nicht nur um deutsche Stipendiaten, sondern auch um die, die aus den aus den USA zu uns kommen. So wie Austin, den Brandt kürzlich in Vicht besuchte (wir berichteten). „Normalerweise sind Amerikaner dafür bekannt, sehr kontaktfreudig zu sein. Kurioserweise ist es in diesem Jahr aber so, dass alle Stipendiaten aus den USA, mit denen ich gesprochen habe, außerhalb der Schule nur wenig Kontakt mit deutschen Jugendlichen hatten”, erzählt Brandt, der hofft, dass Malte genau die gegensätzliche Erfahrung machen wird.

Seine Mutter Annette freut sich für ihren Sohn, dass er die Gelegenheit zum Auslandsaufenthalt bekommt. Wobei die 45-Jährige jetzt schon weiß, wie sehr sie ihn vermissen wird. „Zum Glück gibt es heute Internet”, sagt Annette Hennig.

In welchem Bundesstaat und bei welcher Gastfamilie er leben wird, weiß Malte noch nicht. „Das erfährt man erst, kurz bevor es losgeht”, erklärt Malte.

Flug, Unterbringung etc. werden aus einem Topf des Bundes bezahlt, lediglich für Taschengeld muss gesorgt werden. Auf amerikanischer Seite haben es die Jugendlichen nicht so gut: Sie müssen für die Kosten des Flugs selber bezahlen.
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