Stolberg - Mit Behutsamkeit und Ruhe vorgetragen

Mit Behutsamkeit und Ruhe vorgetragen

Von: Marie-Luise Otten
Letzte Aktualisierung:
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Evelyne Peiter (v.l.), Anna Simons und Gabriele Sous stellten ihr beachtliches Können an der Harfe unter Beweis.

Stolberg. Wie viel musikalisches Potenzial es in Stolberg gibt, zeigte das Benefizkonzert der Musikschule Merz im restlos gefüllten Zinkhütter Hof – und das alles zugunsten des Fördervereins der Stadtbücherei Stolberg.

Die Schülerinnen und Schüler in den verschiedensten Instrumentalgruppen gaben einen Einblick in ihren gegenwärtigen Leistungsstand. Entsprechend der Zeit hatten sie in erster Linie vorweihnachtliche Literatur für das Konzert ausgewählt.

Der Streicher-Spielkreis unter Leitung von Martina Blömer eröffnete den Reigen mit einem deutschen Tanz von Mozart. Es folgten traditionelle Fidel-Melodien aus Irland und das bekannte Schlittenrennen im Schnee, in denen die Schüler sich durch edlen Klang auszeichneten.

Gekonnte Griffe

Barbara Verdecia leitete das Gitarrenquartett, das mit gekonnten Griffen in die Saiten zeigte, was dank einer fundierten Ausbildung möglich ist. Die mexikanischen Volksklänge und das längst zum viel gesungenen Hit gewordene „Last Christmas“ von Georg Michael sprachen alle Zuhörer an. Zunehmender Beliebtheit erfreut sich inzwischen das Saxophon aus der Familie der Holzblasinstrumente. Sowohl als Solostimme im Jazz und Rock als auch in der Bigband, im Blasorchester oder im Ensemble eingesetzt, sorgt es überall für Hörgenuss.

Beim Konzert im Zinkhütter Hof wurde das Saxophon zunächst von Daniel Bartusel und Daniel Imiela klassisch verwendet. Auf ihren Alt-Saxophonen gestalteten die fortgeschrittenen Schüler der Musischule die „Sonata Nr. 6“ von Georg Philipp Telemann sehr eindrucksvoll. Im Ensemble unter der Leitung von Johannes Flamm gab es dann noch die Möglichkeit für kleine Improvisationen, die nicht nur den Kennern gefielen.

Die Solisten der Musikschule, Jasmin Dell‘Anna und Uwe Böttcher (Violine) sowie Diana Jianu (Klavier), spielten das Largo aus Bachs „Concerto d-moll“ mit großem Empfinden: geigerisch elegant und nobel sowie hochgradig differenziert und brillant. Für weihnachtliche Stimmung sorgten Evelyne Peiter, Anna Simons und Gabriele Sous. „Schneeflöckchen, Weißröckchen“ und „Stille Nacht“ gaben die jungen Künstlerinnen und ihre Lehrerin auf ihren Harfen mit viel Gefühl zum Besten und erhielten verdientermaßen reichlich Applaus.

Große Wirkung

Nach dem Stimmen der Instrumente setzte das Orchester das Programm mit der „Pastorale“ aus dem Weihnachtskonzert von Francesco Manfredini fort. Die große Behutsamkeit und Ruhe, mit der musiziert wurde, erzielte große Wirkung: Die Andächtigkeit der Musik besänftigte und verlieh den Zuhörern so einen friedlichen Nachmittag.

Ein zeitgenössisches Werk gab es mit „Christmas Carnival“ vom Hollywood-Komponisten Benedikt Brydern, der die beliebte Melodie „Stille Nacht, heilige Nacht“ geschickt in beschwingte Klänge verpackt hat. Im vergnügt musikalischen Miteinander gelang den Laienmusikern unter der Leitung von Herbert Merz eine abgerundete Interpretation.

Den Schlusspunkt setzte das Modern-Sound-Orchester unter der Stabführung von Frank Rebien. Nach der Weihnachtsgeschichte von „Marias kleinem Jungen“ gesellte sich zu dem Orchester noch ein kleiner Backgroundchor, der das Wiegenlied aus dem beliebten Märchen-Klassiker „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ nach der Musik von Karel Svoboda zu Gehör brachte.

Es folgte das „Hallelujah“, eine Pop-Ballade von Leonard Cohen. Das letzte Stück des Konzertes schließlich gehörte dem Nikolaus. Mit einer gehörigen Portion Swing erweckte das Modern-Sound-Orchester „I Saw Mommy Kissing Santa Claus“ von Thomas Connon zu neuem Leben.

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