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Minister verzichtet auf Besuch an der Kali-Halde

Von: -jül-
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Chemische Rückstände unter Stolberger Metallschlacke: Die 40 Meter hohe Kali-Halde am Bahnhof umfasst 2,6 Millionen Kubikmeter auf einer Grundfläche von 78.000m2, das entspricht einer Fläche von elf Fußballfeldern.

Stolberg. „Der Minister kommt nun doch nicht”, informiert Fachbereichsleiter Andreas Pickhardt den erstaunten Umweltausschuss, denn eigentlich hatte sich Eckhard Uhlenberg den 22.September für seinen Besuch in Stolberg im Terminkalender notiert.

Dann wollte der nordrhein-westfälische Umweltminister den Grundstein für die Pilotanlage zur Behandlung der Sickerwässer aus der Kali-Halde legen.

Doch diese Versuchsanlage an der Haldenrandstraße nahe dem Hauptbahnhof in Atsch wird es nicht geben. „Und damit zunächst auch keinen Ministerbesuch”, erklärt Pickhardt.

Und das hat einen guten Grund, wie Uwe Zink versichert. Denn im Laufe der weiteren Untersuchungen im Rahmen des Sanierungskonzeptes für die letzte große Altlast im Kreisgebiet ist das Team des Kreisumweltdezernenten auf ein niederländisches Unternehmen gestoßen, das mit seiner Technologie große Fortschritte bei der Aufbereitung der Sickerwässer verspricht.

Im Juni war der Bau einer Drainage zur Fassung der aus der Halde austretenden Wässer erfolgt, die anschließend behandelt werden müssen, um unterschiedliche Belastungsstoffe auszufiltern.

Mit rund zehn Millionen Euro wird mittelfristig die Sanierung der Altlast kalkuliert, an deren Finanzierung sich neben dem Eigentümer auch das Landesumweltministerium und der Altlasten-Sanierungsverband sowie der Kreis Aachen beteiligen.

Nach den bisherigen Versuchen und Gutachten verbleiben als Rückstand Sulfate im behandelten Wasser übrig. „Jetzt muss geklärt werden, ob dies in die Kläranlage abgegeben, vor Ort noch einmal aufbereitet werden oder direkt in den Saubach eingeleitet werden kann”, erläutert Zink. Und das könne zunächst auch in Laborversuchen geprüft werden, so dass sich der Bau einer Modellanlage mit ungewissem Nutzen erübrige.

Und damit auch der Ministerbesuch zum Spatenstich, aber der lässt sich ja nachholen, wenn die Sanierung erfolgreich läuft.
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